ISBN-13: 9783825363123 / Niemiecki / Twarda / 2014 / 292 str.
In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gibt es zahlreiche Texte, die das Verhaltnis von Realitat und Fiktion ausloten. Hier lasst sich insbesondere ein Phanomen konstatieren, das mit dem Begriff des Realitatseffektes beschrieben werden kann: Entgegen dem einer Steigerung der Realitatsillusion dienenden 'effet de reel' (Roland Barthes) fungieren diese Realitatsverweise und ihre ostentative Hervorhebung im fiktionalen Kontext als Stolpersteine in der Rezeption bzw. als Verfremdungseffekte, die als heterogenes Material innerhalb der Fiktion sichtbar werden. Es stellt sich die Frage, inwieweit derartige Schreibverfahren uber eine postmoderne Asthetik hinausgehen. Neben einfuhrenden Uberlegungen versammelt der Band aktuelle Beispiele in zwei Sektionen. Der erste Teil untersucht ein Schreiben an der Wirklichkeit und wendet sich Texten zu, die mit sexualrealistischem, historischem oder alltaglichem Material arbeiten, wahrend der zweite Teil Werke in den Blick nimmt, die autofiktional angelegt sind oder in hohem Masse (Auto-)Biographeme einsetzen.
In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gibt es zahlreiche Texte, die das Verhältnis von Realität und Fiktion ausloten. Hier lässt sich insbesondere ein Phänomen konstatieren, das mit dem Begriff des Realitätseffektes beschrieben werden kann: Entgegen dem einer Steigerung der Realitätsillusion dienenden effet de réel (Roland Barthes) fungieren diese Realitätsverweise und ihre ostentative Hervorhebung im fiktionalen Kontext als Stolpersteine in der Rezeption bzw. als Verfremdungseffekte, die als heterogenes Material innerhalb der Fiktion sichtbar werden. Es stellt sich die Frage, inwieweit derartige Schreibverfahren über eine postmoderne Ästhetik hinausgehen. Neben einführenden Überlegungen versammelt der Band aktuelle Beispiele in zwei Sektionen. Der erste Teil untersucht ein Schreiben an der Wirklichkeit und wendet sich Texten zu, die mit sexualrealistischem, historischem oder alltäglichem Material arbeiten, während der zweite Teil Werke in den Blick nimmt, die autofiktional angelegt sind oder in hohem Maße (Auto-)Biographeme einsetzen.