ISBN-13: 9783656131007 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Universitat zu Koln (Institut fur deutsche Sprache und Literatur 1), Veranstaltung: E.T.A. Hoffmann, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 1817 veroffentlichte Werk Der Sandmann" von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann handelt nicht von der Sagengestalt des Sandmannes, der mithilfe seines magischen Sandes liebevoll den Kindern Traume bringt. Vielmehr handelt es von dem Protagonisten Nathanael, der in der Gestalt des Sandmannes seine grosste Angst sieht, die Angst vor dem Verlust der Augen. Seine Kinderfrau erzahlt ihm das schreckliche Marchen des Sandmannes, in welchem dieser mithilfe des Sandes brutal die Augen der Kinder raubt. Nathanael sieht sich seiner grossten Angst ausgeliefert, die sich durch sein ganzes Leben ziehen wird, bis hin zu seinem Tod. Die folgende Ausarbeitung wird sich mit einem der Motive in Hoffmanns Werk auseinandersetzen. Es wird erlautert, inwieweit die Augen eine besondere Rolle spielen und warum Nathanael so grosse Angst verspurt, diese zu verlieren. Zunachst wird allgemein auf den Mythos des Auges eingegangen, anschliessend dargestellt, inwiefern Hoffmann die handelnden Personen mithilfe ihrer Augen charakterisiert. Dabei wird auf die Figuren Coppelius beziehungsweise Coppola, Klara, Olimpia und Nathanael eingegangen, weil sie in dem Werk als pragend fur das Motiv der Augen gelten. Es wird kurz psychoanalytisch erklart, warum Nathanaels Angst vor dem Augenverlust gleichgesetzt werden kann mit der Kastrationsangst. Im weiteren Verlauf wird genauer auf die Stationen des Lebens Nathanaels eingegangen, die pragend fur seine Angst scheinen, die zum Schluss in zwei Wahnsinnsanfallen enden wird."