ISBN-13: 9783834809759 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 417 str.
"Fur Mathematik muss man halt begabt sein " ... so die oft gehorte Erklarung, warum ein Gesprachspartner mit Mathematik nichts anfangen kann. Umso erstaunlicher ist es, dass die Wissenschaft vom Lehren und Lernen von Mathematik, die Didaktik der Mathematik, keine klare Vorstellung davon hat, was Begabung fur Mathematik ist, wie man diese Begabung feststellen kann und - noch uberraschender: ob es ub- haupt so etwas wie mathematische Begabung gibt. Auch deshalb steht am Anfang der Dissertation von Claudia Lack eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie Be- bung und insbesondere mathematische Begabung zu verstehen sei, damit man sich der Frage nach dem "Aufdecken mathematischer Begabung" uberhaupt stellen kann. Dabei erweisen sich das Problemlosen und das Interesse an der Mathematik als grundlegende Komponenten, um ein Verstandnis von mathematischer Begabung zu formulieren, mit dem Claudia Lack weiter arbeiten kann. Fur die genauere Fragestellung der Arbeit, namlich die mathematische Begabung "bei Kindern im 1. und 2. Schuljahr" geht Claudia Lack dann nicht den in der Psychologie ublichen Weg der Entwicklung und Erprobung einer Testbatterie, die am Ende der Erprobung moglichst einfach, womoglich von kurzfristig instruierten Hilfskraften einzusetzen ware. Stattdessen lasst sie Kinder mit ausgewiesenem In- resse an Mathematik vier sorgfaltig ausgewahlte und wohl formulierte Aufgaben losen. Sie gibt damit den Kindern die Moglichkeit, verschiedene Verfahren des Problemlosens zu zeigen, ohne sie zu sehr auf einzelne - womoglich schlicht als "richtig" oder "falsch" bewertete - Aufgabenlosungen festzulegen.