ISBN-13: 9783640198474 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 72 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1,0, Freie Universitat Berlin, 40 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Als antiburgerliche Literaturavantgardisten im reaktionaren Nachkriegsosterreich knupften die funf Mitglieder der "Wiener Gruppe" an die kurz vorher noch als entartet verponten Auenseiter der europaischen Moderne an. Anders als die popularen zeitgenossischen Autoren des Landes verstanden sie Sprache nicht mehr als selbstverstandlich gegebenes Ausdrucks- und Darstellungsmittel, sondern setzten sich in bewusster Reflektion kritisch mit ihr auseinander. In weit starkerem Ma als ihre sprachexperimentellen Vorbilder lieen sie sich dabei von den Theorien und Erkenntnissen der sprachkritischen Philosophie beeinflussen. Als philosophische Teildisziplin beschaftigt sich die Sprachkritik, oder auch Sprachskepsis, vor allem mit der Beziehung zwischen Sprache, Wahrnehmung und Wirklichkeit; es ergeben sich vielfaltige Beruhrungspunkte mit der Erkenntniskritik. Im Kontext der Wiener Gruppe sind vorwiegend die sprachkritischen Positionen der Moderne (Nietzsche, Mauthner, Wittgenstein, Whorf) von Bedeutung. Ob und auf welche Weise sie auf das Werk der Gruppe eingewirkt haben, wird in der vorliegenden Arbeit untersucht.