Die Begriffe der "Wissens-" und der "Informationsgesellschaft" bezeichnen eine Transformation, nach der die Entstehung und die Verwendung von Wissen in den okonomischen Prozess eingebunden werden sollen und schlielich konsequent als Teil desselben angesehen werden. Das Wissen ist nicht mehr eine in unbestimmter Weise "produktive Kraft," sondern ein - so weit moglich - rationaler Berechnung zu unterwerfender Produktionsfaktor, der aber nicht nur die Produktion unterstutzt, sondern selbst hergestellt wird, der also Kapital darstellt, das, so weit es im einzelnen Menschen vorhanden und verfugbar...
Die Begriffe der "Wissens-" und der "Informationsgesellschaft" bezeichnen eine Transformation, nach der die Entstehung und die Verwendung von Wissen i...
Der hohe Anspruch einer "Verwissenschaftlichung der Politik" pragte die Bundesrepublik der sechziger Jahre. Besonders euphorisch bekannte sich die Wirtschaftspolitik zum groen Wurf: Eine Steuerung der Gesellschaft schien moglich, und Entscheidungen sollten durch wissenschaftliche Expertise sachlich vorbereitet werden. Doch unter den Bedingungen des rasanten gesellschaftlichen Wandels der siebziger Jahre wurde dieser Anspruch der keynesianischen Globalsteuerung rasch in Frage gestellt. Steuerungsfehler, Strukturwandel und Stagflation lieen das Zutrauen in die "Verwissenschaftlichung"...
Der hohe Anspruch einer "Verwissenschaftlichung der Politik" pragte die Bundesrepublik der sechziger Jahre. Besonders euphorisch bekannte sich die Wir...
Die "Dissoi Logoi" - "Zweierlei Ansichten" - sind ein kurzer Traktat, der als Anhang zu den Schriften des kaiserzeitlichen Skeptikers Sextus Empiricus uberliefert wurde. Der von einem anonymen Autor wahrscheinlich an der Wende vom 5. zum 4. Jh. verfate Text gibt einen einzigartigen Einblick in die Debatten und den Unterricht der Sophisten. Im Traktat werden am Beispiel verschiedener Gegensatzpaare, dem vom Guten und Schlechten, vom Schicklichen und Unanstandigen, vom Gerechten und Ungerechten, von Wahrheit und Falschheit, von Sein und Nichtsein erortert, wobei an der Debatte weniger der...
Die "Dissoi Logoi" - "Zweierlei Ansichten" - sind ein kurzer Traktat, der als Anhang zu den Schriften des kaiserzeitlichen Skeptikers Sextus Empiricus...
Seit einigen Jahren zeichnet sich in der Wissenschaftsgeschichte ein Ende des traditionellen Streites ab, ob man bei der Interpretation der Wissenschaftsentwicklung und allgemein bei der Wissensproduktion entweder vor allem auf die sozialen Faktoren (Organisations- und Vermittlungsformen, okonomische, politische Einflusse etc.) zu achten habe oder aber auf die als eigenstandig zu begreifenden, wissenschaftsimmanenten 'geistigen' Faktoren, wie Ideen, Begriffe und Methoden. Zunehmend hat sich die Strategie etabliert, das Aufkommen der Unterscheidung zwischen sozial konstruierten und...
Seit einigen Jahren zeichnet sich in der Wissenschaftsgeschichte ein Ende des traditionellen Streites ab, ob man bei der Interpretation der Wissens...
Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts veranderte die landliche Lebenswelt von Grund auf: Aus Bauern und Handwerkern wurden Fabrikarbeiter. Mit den neuen Erwerbsweisen ubernahmen die Fabrikarbeiter auch neue, "stadtische" Lebens- und Denkweisen. Alte (dorfliche) Autoritaten, insbesondere die Kirche und das von ihr vermittelte Wissen, wurden zunehmend in Frage gestellt. Die vorliegende Arbeit geht dem Wandel innerhalb der religiosen Wissenskultur der landlichen Gesellschaft nach. Am Beispiel des Leseverhaltens, der Teilnahme an kirchlichen Vereinen und Veranstaltungen, aber auch des...
Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts veranderte die landliche Lebenswelt von Grund auf: Aus Bauern und Handwerkern wurden Fabrikarbeiter. Mit d...
In seiner Kategorienschrift propagiert Aristoteles individuelle Exemplare naturlicher Arten als primare Substanzen. Auf seiner Form-Materie-Analyse dieser Individuen (Hylomorphismus) aufbauend, entwickelt Aristoteles dann seine reife ontologische Konzeption (Metaphysik). Ralph Rhenius liefert mit seiner Arbeit eine intensive Analyse der einschlagigen Texte und eine wegweisende Neueinschatzung des Forschungsstandes. Entgegen gangigen Thesen weist der Autor nach: Das Form-Materie-Verhaltnis bei Aristoteles kann nicht nur, sondern muss von ihm sogar als ein essentielles betrachtet werden. Dies...
In seiner Kategorienschrift propagiert Aristoteles individuelle Exemplare naturlicher Arten als primare Substanzen. Auf seiner Form-Materie-Analyse di...
Dieser Band untersucht den Beitrag der Philosophie des 13. und 14. Jahrhunderts zur Epistemologie der Naturwissenschaften. Im Zentrum steht die Frage, wie die mittelalterlichen Autoren im Anschluss an die Aristoteles-Rezeption und angesichts des Aufkommens der neuen naturkundlichen Disziplinen das Verhaltnis von Erfahrung und Beobachtung einerseits und den strengen Anspruchen von apriorischem Beweiswissen andererseits bestimmen."
Dieser Band untersucht den Beitrag der Philosophie des 13. und 14. Jahrhunderts zur Epistemologie der Naturwissenschaften. Im Zentrum steht die Frage,...
Im 20. Jahrhundert erlebten die deutschen Universitaten ein Wachstum ungeahnten Ausmaes, das jedoch zu keiner Zeit als Blute wahrgenommen wurde. Vielmehr ist das 20. Jahrhundert durchzogen von Hochschulreformdiskussionen, die in Schuben aufeinander folgten und Ausdruck eines bleibenden Krisenbewusstseins sind, das auch durch die tatsachlich erfolgenden Reformen nicht schwacher wurde. Die in diesem Band versammelten Aufsatze verfolgen das Ziel, in einem diskursgeschichtlichen Ansatz nicht allein nach den Krisendiagnosen und Reformvorschlagen, sondern vor allem nach den dahinter sichtbar...
Im 20. Jahrhundert erlebten die deutschen Universitaten ein Wachstum ungeahnten Ausmaes, das jedoch zu keiner Zeit als Blute wahrgenommen wurde. Vielm...
Das vorliegende Buch prasentiert mit der Untersuchung der komplexen historischen und systematischen Voraussetzungen und Konsequenzen des zweiten Anfangs der aristotelischen Philosophie die mittelalterlichen Grundlagen der europaischen Wissenskultur. In der ersten umfassenden Monographie zu Dominicus Gundissalinus (ca. 1110-1190) stellt Alexander Fidora einen herausragenden Vertreter der intellektuellen Revolution des 12. Jahrhunderts mit seinem Beitrag zum zweiten Anfang der aristotelischen Philosophie vor. Der Philosoph und Ubersetzer Gundissalinus kann als einer jener fruhen Rezipienten...
Das vorliegende Buch prasentiert mit der Untersuchung der komplexen historischen und systematischen Voraussetzungen und Konsequenzen des zweiten An...
Was verstand man unter Wissen im 17. Jahrhundert? Welche Ideal des Wissens und welche Kriterien des Wissens wurden formuliert, wie konkurrierten diese Konzepte miteinander, wie und warum wurden einige etabliert, andere nicht? Welche notwendigen und hinreichenden Bedingungen sollten erfullt sein, damit einer Person Wissen zugeschrieben werden, und welchen Methoden wurden vorgeschlagen, um zu uberprufen, ob Wissensanspruche zu Recht bestehen? Dieser Sammelband vereinigt exemplarische Fallstudien international bekannter Spezialisten in der Erforschung der fruhen Neuzeit, die das ubliche...
Was verstand man unter Wissen im 17. Jahrhundert? Welche Ideal des Wissens und welche Kriterien des Wissens wurden formuliert, wie konkurrierten di...