Das Buch "Mensch und Menschmaschine" des amerikanischen Mathematikers und Philosophen Norbert Wiener (1894-1964) ist eine zugänglich geschriebene Einleitung in die Organisationsidee der modernen Gesellschaft. Als bekanntester Pionier der Kybernetik, der Wissenschaft und Technik der Steuerung von Regelkreisläufen, warnt Wiener vor den Möglichkeiten eines solchen Wissens. Im Zentrum seiner Überlegungen steht eine maschinenhafte Regierungstechnologie, in welcher der Mensch nur eine Rückkopplungs-Information, ein Signal von Zustimmung oder Ablehnung geworden ist. Der moderne Mensch wird zu...
Das Buch "Mensch und Menschmaschine" des amerikanischen Mathematikers und Philosophen Norbert Wiener (1894-1964) ist eine zugänglich geschriebene Ein...
Hannah Arendts gesamtes Denken geht von dem Ereignis aus, das sie selbst "Verwaltungsmassenmord" nannte: der bürokratisch organisierten Vernichtung des Judentums: "Dies hätte nicht geschehen dürfen", sagte und schrieb sie verschiedentlich. Ausgehend von diesem Bruch mit all dem, was man als die vermeintlich unhintergehbaren zivilisatorischen Grundlagen der abendländischen Welt anzusehen sich gewöhnt hatte, hat sie ihre Gedanken zur Politik entwickelt. Dem liegt eine Ethik zugrunde, die die Philosophin eher vorausgesetzt als eigens zum Thema gemacht hat.Peter Trawny, der sich bereits im...
Hannah Arendts gesamtes Denken geht von dem Ereignis aus, das sie selbst "Verwaltungsmassenmord" nannte: der bürokratisch organisierten Vernichtung d...
Die "Subjektphilosophie" sah man im Nachkriegdeutschland auf dem "Holzweg". Das war die einhellige Überzeugung Heideggers und der sogenannten Sprachanalyse (Tugendhat). Dieter Henrich war der einzige bedeutende deutsche Philosoph, der den Nachweis versuchte, wie unabgegolten das subjektphilosophische Erbe in Wahrheit ist - vorausgesetzt, man nimmt seine "ursprüngliche Einsicht" zur Kenntnis. Im Blickwechsel mit führenden Köpfen der aufkommenden "Philosophy of Mind" hat Henrich gezeigt, dass Selbstbewusstsein nicht durch "Reflexion" erklärt werden kann, also nicht als Ergebnis einer...
Die "Subjektphilosophie" sah man im Nachkriegdeutschland auf dem "Holzweg". Das war die einhellige Überzeugung Heideggers und der sogenannten Spracha...
In seinem neuen Buch wendet sich Michael Chighel, der Leiter des Budapester Aschkenaziums, der inneren Dynamik der deutsch-jüdischen Geschichte des letzten halben Jahrtausends zu. Was er findet, ist eine "Theorie des Aschkenas", die Betrachtung eines Judentums und eines Deutschtums, die sich in ihrer Begegnung wechselseitig beeinflusst haben. Die Schlüsselfigur dieser Begegnung ist Martin Luther, dessen Werk im Bösen wie im Guten wirkte. Die Frucht dieser Begegnung ist das, was Chighel den "Großen Golem des Aschkenas" nennt, ein Wesen, das im Deutschen üblicherweise als "Gott" bekannt...
In seinem neuen Buch wendet sich Michael Chighel, der Leiter des Budapester Aschkenaziums, der inneren Dynamik der deutsch-jüdischen Geschichte des l...
Im Zuge der Auseinandersetzung mit Digitalisierung und KI ist oft davon die Rede, dass ihren Herausforderungen ethisch begegnet werden müsse - weil es um die Frage gehe, was dem Menschen eigen ist, oder weil gar, so sagen einige, die Menschheit bedroht sei. Dieses Buch fragt, inwiefern die Ethifizierung der KI Symptom gesellschaftlicher Veränderungen ist. Es diskutiert die digitale Revolution parallel zur Medienrevolution des Buchdrucks. Auch der Buchdruck wurde ethifiziert - dafür stehen Luther und Faust als Antagonisten ein. Und die Ethifizierung des Buchdrucks hatte einen wesentlichen...
Im Zuge der Auseinandersetzung mit Digitalisierung und KI ist oft davon die Rede, dass ihren Herausforderungen ethisch begegnet werden müsse - weil e...