ISBN-13: 9783640522477 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 50 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Universite de Provence (Universitat (Deutsches Seminar)), 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Lehre der Sainte-Victoire, die im Jahre 1980 veroffentlicht und funf Jahre spater von Georges-Arthur Goldschmidt ins Franzosische ubersetzt wurde, ist der Roman, in dem Handke durch seinen Erzahler Sorger, der nach seiner Besichtigung eines Museums in New-York nach Europa zuruckkehrt, seine Leidenschaft fur Frankreich enthullt. Er erklart sehr genau, inwiefern die franzosische Kultur fur ihn eine Heimat geworden ist. Frankreich ist fur diesen Unbehausten ein anderes und wichtiges Zuhause geworden. Er hat namlich sich selbst und seine Schreibweise teilweise durch den Kontakt mit Frankreich entwickelt. ...]Um dies aufzuzeigen, werden wir zuerst die franzosischen Figuren, die die Lehre der Sainte-Victoire durchziehen, genauer vorstellen und auch untersuchen, wie - mit welchen Verfahren - Handke sie erwahnt. Die Verfahren haben namlich bestimmte Auswirkungen auf die Gattung der Erzahlung, die Handke selbst als "eine Erzahlung und zugleich ein wenig als ein Essay und ein Manifest" bezeichnet. Welche Auswirkungen haben sie auf das Werk Handkes? Diese Frage ist der Gegenstand des zweiten Teils unserer Arbeit. Da wir einer Transformation des Schreibens beiwohnen, weil Handke das "Unerhorte"(S.114) - die Bilderschrift - entdeckt, werden wir schlielich das Konzept des Kulturtransfers erweitern, um diesen Begriff mit dem des "Palimpseste-Schreibens" zu verbinden. Im Licht des Romans von Handke scheint uns der Unterschied zwischen einem Transfer und einem Palimpsest nicht sehr gro zu sein. Wir werden ausfuhrlich aufzeigen, dass die rhetorische Figur, die von Genette analysiert wird, auch als eine Kategorie der kulturellen Geschichte verwendet werden kann. Diese Analyse wird uns verstehen lassen, dass dieses Verfahren des Palimpsestes und insbeso