ISBN-13: 9783638596602 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Carl von Ossietzky Universitat Oldenburg, Veranstaltung: Einfuhrung in die Dramenanalyse, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Tragodie "Emilia Galotti" gehort zweifelsohne zu den anerkanntesten Werken des Theaterdichters und Dramaturgen Gotthold E. Lessing. Sie steht nicht nur beispielhaft in der Tradition des deutschen burgerlichen Trauerspiels, welches Lessing mitbegrundet hatte, sondern gilt auch als "Musterbeispiel" einer aristotelischen Tragodie, da sich der Dramatiker bei der Konzeption seines Stuckes weitgehend an den Vorgaben des grossen griechischen Philosophen orientiert hat. In seiner dramentheoretischen Schrift der "Hamburgischen Dramaturgie" hat Lessing in epischer Breite die "Poetik des Aristoteles" und ihren asthetischen Wirkungszusammenhang, im Hinblick auf die zeitgenossische Theaterkultur, analysiert. Einen wichtigen Aspekt dieser Reflexion stellt dabei die Gestaltung der Handlungstrager dar, die nach Lessing gemischten Charakteren entsprechen mussen. Die folgende Ausarbeitung wird sich schwerpunktmassig diesem "Phanomen" widmen, das neben der Interpretation der Katharsis zu einem der meistdiskutierten dramatischen Theoreme gehort. Der erste Teil der Arbeit wird sich zunachst mit der "Hamburgischen Dramaturgie" befassen und einen Uberblick uber die Ziele und Intentionen geben, die Lessing mit ihr verfolgt hat. Im Anschluss an die allgemeine Konzeption der Dramaturgie soll auf den Terminus des gemischten Charakters eingegangen werden und wie Lessing ihn definiert hat. Der zweite Teil wird schliesslich exemplarisch an den Figuren der Titelheldin und der des Prinzen von Guastalla untersuchen, inwiefern der Dramatiker seine Forderung nach gemischten Charakteren in "Emilia Galotti" umgesetzt hat. Entsprechen die Figuren tatsachlich dem "Identifikationsideal" der neuen burgerlichen Offentlichkeit, wie Lessing es letzten Endes gefor"