ISBN-13: 9783656214151 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,0, Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule Aachen (Institut fur Sprach- und Kommunikationswissenschaft), Veranstaltung: Lexikographie, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Veranderungen im Sprachgebrauch zur Zeit des Nationalsozialismus sind Gegenstand vieler verschiedener Untersuchungen. Allerdings befassen sich eher wenige davon mit den Worterbuchern der nationalsozialistischen Zeit, um zu klaren ob und wie die Darstellung des allgemeinsprachlichen Wortschatzes in den Nachschlagewerken dieser Zeit den Bedingungen der totalitaren Ideologie angepasst wurde. Dies soll in der vorliegenden Arbeit zusammenfassend geschehen. Dafur wird zuerst ein Uberblick daruber gegeben, wie sich der nationalsozialistische Sprachgebrauch im allgemeinen auszeichnete. Einfuhrend wird ein kurzer Abriss des sprachgeschichtlichen Hintergrundes gegeben und die Terminologie dahingehend geklart, ob man uberhaupt von der Sprache des Nationalsozialismus reden kann. Auch ein kleiner Exkurs in die moralisierende Sprachkritik wird gegeben. Im Hauptteil der Arbeit wird auf die Verwendung von Worterbuchern als Propagandamittel der Nationalsozialisten im genaueren eingegangen. Es werden die verschiedenen methodischen Moglichkeiten genannt, mit Hilfe derer es den Nationalsozialisten moglich war, durch gezielte Eingriffe und Veranderungen den Adressaten zu manipulieren. Dabei wird sowohl auf die Worterverzeichnisse an sich, als auch auf die Einleitungen bzw. Vorworter eingegangen werden. Nach einer Aufstellung aller methodischen Moglichkeiten wird sich der Frage gewidmet, wie diese Anderungen wieder ruckgangig gemacht wurden, vor allem wie schnell und wie grundlich dies geschah. Dazu wird exemplarisch der Duden - das als das popularste deutsche Worterbuch bezeichnete Nachschlagewerk - zurate gezogen und zwei aufeinanderfolgende Auflagen miteinander verglichen: die 12. Auflage von 1942 und die 13. Auflage von 1948. Aufgrund