ISBN-13: 9783640871506 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 48 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Novelle Der Tod in Venedig" von Thomas Mann aus dem Jahre 1912 wurde bereits von zahlreichen Wissenschaftlern untersucht, analysiert und interpretiert. Die Arbeiten und somit auch die Forschungsliteratur haben solch einen grossen Umfang, dass sich Susanne Widmaier-Haag in ihrer Doktorarbeit Es war das Lacheln des Narziss" grosstenteils bereits bestehenden psychoanalytischen Interpretationen zu der Novelle Manns widmet. Dabei gibt es verschiedene Auffassungen daruber, ob Mann zur Zeit der Entstehung Freud bereits gelesen hatte oder nicht. Diese Arbeit wird aufzeigen, dass Thomas Mann Kenntnisse uber Freuds Theorien hatte und diese bewusst im Tod in Venedig" einsetzte. Da es sich hierbei um eine tiefenpsychologische Untersuchung handelt, wird das Hauptinteresse dem Unbewussten" und damit auch der Verdrangung" gelten. Im Gegensatz zu anderen Arbeiten wird dabei jedoch darauf verzichtet, Ruckschlusse auf Thomas Manns Leben und Psyche zu ziehen. Stattdessen wird untersucht, inwiefern Thomas Mann sein Wissen uber das Unbewusste in die Novelle eingebaut hat. Nach einer kurzen Einfuhrung in die Tiefenpsychologie Sigmund Freuds, wird die Figur des Gustav von Aschenbach im Fokus der Untersuchung stehen. Inwiefern hat Thomas Mann seinen Protagonisten mit unbewussten und verdrangten Triebregungen und Wunschen erschaffen und wie werden diese fur den Leser deutlich? Dabei wird vor allem auf Gustav von Aschenbachs Verhaltnis zu dem polnischen Jungen Tadzio und die traumahnlichen Zustande der Hauptfigur eingegangen. Es wird sich zeigen, dass der Werdegang Aschenbachs auch durch sein Verhaltnis zu seiner Familie beeinflusst wird, auch wenn diese im Tod in Venedig" nur nebenbei bemerkt wi