ISBN-13: 9783656325239 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Note: 14, Justus-Liebig-Universitat Gieen, Sprache: Deutsch, Abstract: "Einzig und allein bei uns heit doch jemand, der nicht daran teilnimmt, nicht untatig, sondern unnutz;..." (Thuk. 2, 40, 2). Dieses Zitat stammt aus der Totenrede des Perikles, die er anlasslich der ersten Gefallenen im Peloponnesischen Krieg im Winter 431/430 gehalten hat und die sich im Geschichtswerk des Thukydides wiederfindet (vgl. Bleckmann 2007, S. 39). Die Aussage bezieht sich auf das Selbstverstandnis der Athener zu ihrem politischen System der Demokratie. Der Epitaphios des Perikles ist aus heutiger Sicht von enormer Bedeutung: "Zum ersten Mal in der Weltgeschichte wird hier ein leuchtendes Bild einer gefestigten Demokratie als der idealen, fur andere vorbildlichen Staatsform entworfen, ..." (Flashar 1969, S.5). Auch zahlt die Rede zu den wenigen, antiken Schriftstucken, die die athenische Volksherrschaft rechtfertigen. Vor dem Hintergrund verschiedener Rahmenbedingungen sind in der modernen Forschung zur Rede einige Fragen in Bezug auf den Wahrheitsgehalt des Redeinhaltes, Intention von Redner und Verfasser sowie Funktion im Gesamtwerk des Thukydides strittig (vgl. Flashar 2005, S.86-89 sowie Saage 2005, S.55). Die vorliegende Hausarbeit beschaftigt sich daher mit der Leitfrage: Wie ist das Selbstverstandnis der Athener zu ihrem politischen System der Demokratie zu beschreiben? An Hand der Gefallenenrede des Perikles sollen die Grundsatze des athenischen Systems vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen herausgearbeitet und untersucht werden.