ISBN-13: 9783638945493 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Universitat Regensburg (Germanistik), 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 18. Jahrhundert war charakteristisch fur einen gesellschaftlichen Umbruch und die Emanzipation des Burgertums, die an den Grundsteinen der Standeordnung ruttelte. In dieser Zeit konnte sich auch das uberlieferte strenge Regelsystem der Dramentheorie nicht mehr unverandert halten. Lenz war einer der grossen Schriftsteller, die dieses System in Frage stellten. Er wird in seiner Zeit unterschiedlich eingeschatzt: Einerseits in seinem kunstlerischen Schaffen verachtet, da seine Werke keine gerade tragische oder komische Linie aufweisen, andererseits fur eben diese Tatsache als Schopfer der realistischen burgerlichen Tragodie gelobt, fur das unter anderen Werken Der Hofmeister" so beruhmt wurde. Die Bezeichnung des Hofmeisters" als burgerliche Tragodie" birgt jedoch schon die erste Schwierigkeit. Von Lenz selbst wurde das Werk zunachst als Komodie" bezeichnet. In weiteren Stellungnahmen schwankte er jedoch zwischen Komodie," Lust- und Trauerspiel," Trauerspiel" und Raritatskasten." Auch Kritiker und Leser haben von jeher unterschiedliche Meinungen zu Gattung des Werkes gehabt: Burgerliches Trauerspiel," Tragikomodie," Lustspiel," etc. Einig waren sich jedoch viele zeitgenossische und spatere Autoren daruber, dass das Werk der Gattung des Dramas neue Dimensionen eroffnete und Lenz einen neuen Dramentypus geschaffen habe. Das Werk Der Hofmeister oder die Vorteile der Privaterziehung" ist ein ironisches gesellschaftskritisches Drama, in dem Lenz auch die eigenen biographischen Erfahrungen einfliessen liess. Dieser war selbst eine zeitlang Hofmeister gewesen, ein Lebensabschnitt, der ihn im negativen Sinne stark gepragt hatte. In diesen Ausfuhrungen wird auf das Problem der Gattungsbezeichnung fur dieses Werk eingegangen und beleuchtet, inwiefern die Schwank"