ISBN-13: 9783656369097 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 28 str.
ISBN-13: 9783656369097 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Literatur, Note: 1,75, Universitat Salzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Konsultiert man die Kategorie Sachbuch diverser Bestsellerlisten, so wird man feststellen, dass diese kaum mehr ohne die Autobiographien von mehr oder weniger einflussreichen Sternchen, Staatsmannern oder sonstigen Wurdentragern auskommt. Es durfte nicht schwer fallen, eine lange Liste antiker und moderner Autoren aufzustellen, die in verschiedensten Formen ihr literarisches Portrat gezeichnet haben. Erforscht wurden diese Selbstdarstellungen in der Vergangenheit - im Vergleich zu anderen literarischen Gattungen - aber in eher bescheidenem Ausma. So prangert etwa Gerard Genette noch Anfang der 1990er Jahre an, dass die Erzahlforschung "ihre Aufmerksamkeit bisher fast ausschlielich den Verfahren und Objekten der fiktionalen Erzahlung zugewandt" (Genette 1992: 65) hat, die autobiographische aber weitgehend unbeachtet lie. Jene Forscher, die sich doch mit dem autobiographischen Erzahlen befassten, wandten sich lange Zeit vornehmlich dessen biographischen oder kulturgeschichtlichen Aspekten zu. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg fanden gattungs- und damit zum Teil auch erzahltheoretische Fragestellungen ins Zentrum der literaturwissenschaftlichen Aufmerksamkeit, wobei festzuhalten ist, dass die Menge der diesbezuglich seither erschienenen theoretischen Ansatze relativ uberschaubar geblieben ist, was insofern verwunderlich ist, als dass sich die Autobiographie gerade in der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr "zur innovativen Form gewandelt" (Holdenried 2000: 37) hat. Daruber hinaus kratzten diese Arbeiten eher an der erzahltheoretischen Oberflache und waren weniger darum bemuht, Zusammenhange zwischen Erzahlen und Erzahltem zu suchen. Genau diese einseitige Konzentration der meisten Erzahltheorien auf die formalen Aspekte des Erzahlens kritisiert der deutsche Literaturwissenschaftler Dieter Lamping (v