ISBN-13: 9783656645184 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,0, Universitat Trier (Fachbereich II - Germanistik), Veranstaltung: Proseminar: Einfuhrung in die gegenwartsbezogene Sprachwissenschaft an Beispielen., 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Sprache (1774) "Vieles hab ich versucht, gezeichnet, in Kupfer gestochen, Ol gemalt, in Ton hab ich auch manches gedruckt, Unbestandig jedoch, und nichts gelernt noch geleistet; Nur ein einzig Talent bracht ich der Meisterschaft nah; Deutsch zu schreiben. Und so verderb ich unglucklicher Dichter In dem schlechtesten Stoff leider nun Leben und Kunst." Es ist bekannt, dass Johann Wolfgang von Goethe, wie dieses Zitat aus den 'Venezianischen Epigrammen' deutlich zeigt, zeitweise uber die Mangel der deutschen Sprache seufzte. Diese Klagen beginnen in der Zeit, in der Goethe versucht mit dem italienischen Singspiel zu wetteifern, und eine Zeitlang ist sein Unmut so gro, dass er behauptet er wurde lieber in der italienischen als in seiner eigenen Sprache dichten. Arthur Hubner nennt die Sprache des Dichters einen kostbaren Wertstoff, und vergleicht sie mit dem Stein des Bildhauers. Dieses Bild zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich, dass es Aufgabe des Dichters ist, sein "Material," d.h. die Sprache, zu bearbeiten und so zu gestalten, dass es ihm moglich wird durch sie das auszudrucken, was er auszudrucken wunscht. Dadurch dass Johann Wolfgang von Goethe stets versucht, sein "Material" zu bearbeiten, uberwindet er die Schwierigkeiten, die ihm seine Muttersprache bereitet, es gelingt ihm, seinem Ausdruck Scharfe und Bestimmtheit zu verleihen. Diese Arbeit des Dichters an seinem "Material," fuhrt dazu dass Goethe eine sehr bedeutende Rolle in der Entwicklung der deutschen Sprache ubernimmt, insbesondere in der Festigung der nationalen Literatursprache.