ISBN-13: 9783656941279 / Niemiecki / Miękka / 2015 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 3,0, Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule Aachen (Institut fur Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Einfuhrungsseminar: Antigone, Sprache: Deutsch, Abstract: Es ist nicht bekannt, wer als erster Aischylos Orestie zu einer Tragodie mit weiblicher Protagonistin umfunktioniere: Sophokles oder Euripides. Fakt ist, dass Hofmannsthal im Jahr 1903 in Berlin die Urauffuhrung seiner Adaption der "Elektra" des Sophokles feierte. Im Folgenden werden die "Elektra" des Sophokles und die des Hofmannsthals zuerst generell analysiert um dann die Rolle der Elektra zu vergleichen. Sophokles schrieb seine "Elektra" zwischen 422 und 416 vor Christus zu Kriegszeiten. Die Elektra ist vom Leiden um ihren toten Vater, Agamemnon, gepragt. Im Gegensatz dazu, ist in Hofmannsthals Version, die das erste Mal 1903 in Berlin aufgefuhrt wurde, der Einfluss der Psychoanalyse nach Freud vorzufinden. Seine Elektra ist nicht vom Leid, sondern viel mehr von der Sehnsucht nach Rache gepragt. Hier ist schon der erste Unterschied zwischen den beiden Stucken zu finden. Hofmannsthal hat zwar die groben inhaltlichen Strukturen ubernommen, aber seine Interessen an der von Freud neu entdeckten Art der Psychotherapie mit einbezogen und somit den Aktualitatsbezug. Hierdurch ergibt sich das Ziel dieser Arbeit: herauszufinden in wie fern sich die Adaption vom Original inhaltlich unterscheidet. Aristoteles, Rhetorica ad Alexandrum 1422a 36 ff. Xenophon, Memorabilia 2, 6, 35.