ISBN-13: 9783656578260 / Niemiecki / Miękka / 2014 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 1996 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Freie Universitat Berlin (Germanistik), Veranstaltung: Essen in der Literatur des 20. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Eingereicht unter Geburtsnamen Torsten Hell., Abstract: In Uwe Timms Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" berichtet ein Ich-Erzahler von seiner Ansicht, er kenne die Erfinderin der Currywurst. Diese These ist naturlich umstritten. Nach einer Erorterung, ob denn die Currywurst nicht wie die meisten Gerichte kollektive Erfindung sei, macht er sich nach Hamburg, der Stadt seiner Kindheit, auf, um die Erfinderin, Lena Brucker, eine ehemalige Besitzerin einer Imbissbude auf dem Groneumarkt in St. Pauli, nach der Geschichte ihrer Erfindung zu befragen. Er findet sie, erblindet, in einem Altersheim. Es zeigt sich, dass hinter dem einfachen Rezept eine langere und ungewohnliche Geschichte steckt. Sieben mal besucht der Ich-Erzahler Lena Brucker zum Kaffee und lat sich von ihr diese Geschichte erzahlen. Die Novelle zeigt schon in ihrem Titel, dass sie Essen thematisiert, es drangt sich allerdings die Frage auf, ob sich die Currywurst als literaturfahig erweisen kann, haftet ihr doch der Geruch einer auerst schlichten Mahlzeit an, sie ist nicht einmal eine echte Mahlzeit, da sie gewohnlicherweise an Imbissbuden verzehrt wird. Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, inwieweit die Currywurst nur Aufhanger der Geschichte ist, oder ob dem Essen eine groere Bedeutung zugemessen wird. Die Arbeit wird sich auf diesen Aspekt konzentrieren, sie wird zeigen, dass Essen und Mahlzeiten ein gutes Beispiel fur die Umsetzung der von Timm selbst formulierten "Alltagsasthetik" sind. Diese hat er in seinen Munchner Poetik-Vorlesungen dargelegt, die 1993 - also im selben Jahr wie "Die Entdeckung der Currywurst" - unter dem Titel "Erzahlen und kein Ende" erschienen sind.