ISBN-13: 9783640403653 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 140 str.
ISBN-13: 9783640403653 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 140 str.
Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Padagogik - Erwachsenenbildung, Note: 1,0, Universitat Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: In dem im Jahre 1962 erschienenem Buch "The structure of Scientific Revolutions" von T. S. Kuhn wird ein Erklarungsmodell fur Wissenschaftsentwicklung entworfen. Darin wird die Meinung vertreten, dass Wissenschaftsentwicklung nicht kontinuierlich verlaufe, sondern in Bruchen, welche jeweils 'Paradigma-Wechsel' beziehungsweise' wissenschaftliche Revolutionen' in Form von sprunghaften Gestaltveranderungen des jeweiligen Wirklichkeitsmodells darstellen. Zwischen jenen 'Bruchen' findet normale Wissenschaft statt, wobei diese allerdings von dem jeweilig vorherrschenden wissenschaftlichen Denkmuster und Zeitgeist geleitet wird. Diese bestimmen beispielsweise die relevanten Fragestellungen, Methoden, Erklarungs- und Losungsansatze. Neue Denkmuster sind verbunden mit neuen Formen der Erkenntnisgewinnung, die es uberhaupt erst moglich machen, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Die systemische Denkweise wird genau als ein solches 'neues Paradigma' bezeichnet, eben weil diese Denkweise eine andere Herangehensweise nutzt, um zu Erkenntnissen zu gelangen. So unterscheidet sich die systemische Denkweise von dem westlichen Alltagsdenken in der Weise, dass Erkenntnisse verwendet werden, die sich aus der Systemtheorie verbunden mit der Kybernetik 2. Ordnung und den Gedanken des Radikalen Konstruktivismus ableiten lassen. Fur die Praxis - wie beispielsweise fur das hier zu behandelnde Thema des systemischen Coachings - bedeutet es, dass an die Stelle geradlinig-kausaler Erklarungen nun zirkulare Umschreibungen treten. Daruber hinaus werden Objekte nicht langer als isoliert voneinander betrachtet, sondern die Relationen zwischen ihnen treten nun ins Blickfeld. Die Basis des systemischen Coachings macht die Haltung der systemisch-konstruktivistischen Denkweise aus. Diese geht in ihren Grundlagen auf Piaget und Bertalanffy, Bateson, von Foerster,