ISBN-13: 9783640248124 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 64 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik, Note: 1,3, Georg-August-Universitat Gottingen (Zentrum fur interdisziplinare Medienwissenschaft ), Veranstaltung: Publizistische Kontroversen uber den Holocaust im Film, 29 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Robert Benigni sagt uber "La vita e bella" "Der Film ist (...) keine Komodie uber den Holocaust, sondern ein Film uber den Holocaust eines Komodianten."1. Auch sechzig Jahre nach Kriegsende versucht der Film die Vergangenheit zu bewaltigen und dem Erstarken des Faschismus entgegenzutreten. In dieser Zeit gab es unterschiedliche Ansichten uber die Darstellbarkeit des Holocaust und damit verbundene Vorgehensweisen. Fruhe Dokumentationen wie "Nacht und Nebel" von Alain Resnais, die oft als seicht bezeichnete Fernsehserie "Holocaust" von Marvin Chomsky und Claude Lanzmanns neuneinhalbstundige "Shoah" versuchten die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges filmisch darzustellen. Roberto Benigni hat 1997 erstmalig einen ganz anderen Stil gewahlt und sich der Mittel der Komik bedient. Bereits wahrend des Zweiten Weltkrieges hatte beispielsweise auch Charlie Chaplin in "Der groe Diktator" diese Form genutzt, ohne dabei aber das volle Ausma des Nationalsozialismus und seine Graueltaten schon zu kennen. Inzwischen ist diese Form jedoch moglicherweise salonfahig geworden. Seit durch Filme wie "Schindlers Liste" von Steven Spielberg die Darstellung des Holocaust auch Hollywood erobert hat, werden auf diese Art und Weise auf jeden Fall deutlich mehr Menschen erreicht. Ob Benignis Humor in "La vita e bella" und Komik im Allgemeinen dem Thema Holocaust gewachsen ist, daruber lasst sich streiten. Fraglich ist, ob Benignis Film eine solche publizistische Debatte ausgelost hat. In dieser Arbeit sollen deshalb Filmkritiken aus uberregionalen Tageszeitungen und Magazinen gegenuber gestellt werden.