ISBN-13: 9783668322882 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,0, Universitat Leipzig (Institut fur Germanistik), Veranstaltung: Historische Phonetik und Graphematik des Deutschen, 0 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit beschaftigt sich mit den Problemen, die im Zuge der Verschriftung des Althochdeutschen auftraten. Die schriftliche Fixierung der deutschen Sprache beginnt im achten Jahrhundert. Erste schriftliche Zeugnisse des Alt-hochdeutschen sind aus der zweiten Halfte des neunten Jahrhunderts uberliefert, in ihnen zeigen sich die Problemfelder des Verschriftungsprozesses. Zur Aufzeichnung des Althochdeutschen verwenden die Schreiber das lateinische Alphabet. Althochdeutsch und Latein weisen einen zum Teil unterschiedlichen Phonembestand, woraus sich mannigfaltige Probleme ergeben, die in der Sekundarliteratur ein-gehend erforscht wurden. Bereits die althochdeutschen Schreiber setzten sich mit den Schwierigkeiten der Verschriftung auseinander und einige versuchten, systematische Losungen fur die Problemfalle zu finden, wie z.B. Notker III. Notkers Anlautregel bezeichnet ein besonderes System der Schreibung, die sich nach dem Endlaut des vorangegangenen Wortes oder Teil eines Kompositums richtet. Auch Otfrid von Weienburg hat sich mit den Problemen der Verschriftung des Althochdeutschen explizit auseinandergesetzt und sein Evangelienbuch enthalt die erste Reflexion eines althochdeutschen Schreibers uber Phonologie und Gra-phematik des Althochdeutschen. Die Problemfelder des Verschriftungsprozesses und mogliche Losungen aufzuzeigen, ist das Anliegen dieser Arbeit.