ISBN-13: 9783638639347 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 64 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Deutsche Philologie), Veranstaltung: Proseminar Alfred Doblin SS 01, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Es geht hauptsachlich um die Nietzscherezeption in der Zeit des Expressionismus. 180 KB, Abstract: Die Epoche des literarischen Expressionismus ist von einer thematischen Vielfalt, von verschiedensten Motiven und stilistischen Ausdrucksmoglichkeiten gezeichnet. Sie ubernimmt asthetisch-philosophische Denkansatze in einer Weise, dass sich die Forschung beinahe grenzenlos daruber ergehen kann, die Masse der Einzelaspekte theologisch, philosophisch und sozialtheoretisch zu analysieren. Aber auch signifikante "Einheitsprinzipien, wie z.B. das des neuen Menschen, der sozialen Revolte oder der Ich-Dissoziation" sind Gegenstand der wissenschaftlichen Reflexion des literarischen Expressionismus. Oft ist die Affinitat des Expressionismus zu Friedrich Nietzsche untersucht worden, der mit seiner monumentalen, experimentellen Lebenstheorie der Selbst-Uberwindung und Vitalitat als einer der bedeutendsten gedanklichen Paten der Zeit nach 1900 zu sehen ist. Doch muss man vorsichtig sein, nicht darauf zu verfallen das Werk Nietzsches mit der expressionistischen Reflexion bezuglich Nietzsche zu verwechseln, wenn man die Einflusse des Philosophen auf die Epoche untersucht. Man muss hier unterscheiden zwischen der Wahrnehmung der Philosophen und der Dichter; wahrend "sich Philosophen um die richtige Deutung seiner d.i. Nietzsche] Werke bemuhten, stellten ihn Dichter in den groen poetischen Weltdiskurs," es "nahm sich jeder von Nietzsche, was er brauchen konnte" . So wurden Schlagworter wie der Ubermensch, die nicht vorhandene, objektive Wahrheit und die subjektive Selbst-Uberwindung schnell auf den Rucken der Literatur gespannt und zum Zugwerk der Dichtung. Daher kann die Analyse nicht von Nietzsches Theorem selbst auf den Expressionismus schlie