ISBN-13: 9783638795692 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 104 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: 2,1, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, 51 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der spanische Autor Benito Perez Galdos stellt - verglichen mit anderen Autoren seiner Generation - eine literarische Ausnahme dar. Seine Aufgeschlossenheit gegenuber neuem Gedankengut machte ihn im Spanien des 19. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten Vorreiter der Ubernahme des literarischen Naturalismus. Seinem kritischen und analytischen Geist entsprechend, erfolgte diese Ubernahme allerdings nicht unreflektiert und in imitativer Weise, sondern vor dem Hintergrund der reichen literarischen Stiltradition der spanischen "Siglos de Oro." Der Roman "La Desheredada" erschien im Jahre 1881 als erstes Werk der "Novelas contemporaneas de segunda manera" und stand damit fur Galdos am Anfang einer neuen Schaffensphase, in der er versuchte, eine Synthese aus der traditionellen Stiltradition und den "neuen" stilistischen und ideologischen Einflussen zu schaffen. Ein Ziel dieser Arbeit ist es, die Einflusse des (franzosischen) Naturalismus im Roman "La Desheredada" zu untersuchen. Dazu ist es zunachst notwendig, den franzosischen Naturalismus mit all seinen ideologischen und literarischen Hintergrunden kurz darzustellen. Auerdem werde ich versuchen, die wichtigsten Unterschiede zwischen dem franzosischen und dem spanischen Naturalismus herauszuarbeiten. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf der Einflechtung der cervantinischen Stiltradition in das Romanwerk von Perez Galdos liegen. Dieser "neue" Stil Galdos weist ein ganz besonderes Merkmal auf, das ihn deutlich vom Stil der franzosischen Naturalisten unterscheidet. Dieses Merkmal ist die Dialogizitat, die sich spurbar durch den ganzen Roman "La Desheredada" zieht. Das Konzept der Theorie der Dialogizitat wurde im 20. Jahrhundert von dem russischen Literaturwissenschaftler Michail Bachtin entwickelt. Die Theo