ISBN-13: 9783656212560 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 96 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: "Ich ...] hab ein ungebrochenes Vertrauen zur Wirksamkeit des Gedichts, - vielleicht nicht 'des Gedichts', sondern des VERSES, der wahrscheinlich wieder mehr Zauberspruch, Beschworungsformel wird werden mussen." Diesen Satz schreibt Johannes Bobrowski am 04.03.1959 an Peter Jokostra. Dieser Bezug von Autor, Text und Magie findet sich beispielsweise auch bei Marianne Krull: " wurde Thomas Mann von seinen Kindern genannt." So beginnt sie ihre Biografie der Familie Mann. Sie lasst diese Begebenheit zwar unkommentiert, erwahnt aber direkt vorher, dass die Manns eine ungeheure Faszination auf sie ausuben und impliziert somit einen Zusammenhang zwischen dem Schriftsteller Thomas Mann, seiner Rolle als 'Zauberer' und ihrer personlichen Faszination von der Familie Mann. Dies ist nicht die einzige literaturwissenschaftliche Arbeit, die zumindest auf sprachlicher Ebene eine Verknupfung zwischen Autoren und Magiern bzw. Zauberern schafft. Viele dieser Arbeiten verzichten allerdings darauf, sich weiterfuhrend mit der titelgebenden 'magischen' Materie auseinanderzusetzen. Es bleibt der Eindruck beim Leser, es geht gar nicht darum Autoren bzw. Literatur und Magier bzw. Magie zu betrachten, sondern die Bezeichnung 'Magier' oder 'magisch' fur das entsprechende Werk wird nur gewahlt, weil so am besten etwas bezeichnet werden kann, fur das es kein anderes, besseres oder praziseres Wort gibt. So kommt auch im Titel dieser Arbeit der Begriff 'magisch' vor, benutzt in dem Wissen, dass dieser Begriff nicht unproblematisch ist und daher definiert und erklart werden muss. Zusatzlich zu den Definitionen der Begriffe Magie und Ort, soll die Frage geklart werden, was diese mit Bobrowski und seiner Lyrik zu tun haben. Dazu werden Gedichte aus den Gedichtbanden 'Sarmatische