ISBN-13: 9783638651417 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 72 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 1,3, Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbuttel; Standort Wolfenbuttel, Veranstaltung: Organisationsanalyse, 41 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Macht unterliegt in unserer Gesellschaft einer gewissen Tabuisierung. Werden Personen, die nach einer Position oder einem offentlichen Amt streben, nach ihrem Motiv gefragt, so geben sie meist an, es nur aus Sorge um die Sache, das Land, den Staat, aus Selbstlosigkeit zu tun. Das Wort Macht in diesem Zusammenhang zu benutzen wurde fast anstoig wirken und den Benutzenden schnell in die Nahe radikaler Positionen rucken. Trotzdem ist Macht ein alltagliches Phanomen, jeder Mensch verbindet mit Macht ein Bild, doch worum handelt es sich wirklich, wie ist Macht zu greifen, zu beschreiben? Die Arbeit beleuchtet Macht in Organisationen aus drei verschiedenen Positionen. Die handlungstheoretische Perspektive Max Webers, die systemthe-oretische Perspektive Niklas Luhmanns sowie das Machtkonzept Michel Croziers und Erhard Friedbergs werden erlautert und auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht. Auch wenn es selten thematisiert wird, so ist Macht doch der Kitt der Organisationen zusammenhalt und funktionieren lasst. Die produktive Seite der Macht ermoglicht die Verwirklichung von Zielen durch kollektives Handeln. Wie sonst ist es zu erklaren, dass Organisationen sich standig reproduzieren, dass z. B. die Mitarbeiter einer Baufirma auch montags fruhmorgens bei Nieselregen und drei Grad Auentemperatur auf der Baustelle erscheinen? Der Charme eines Vorgesetzten, der Appell an gemeinsame Werte wurde dazu wahrscheinlich nicht immer ausreichen. Trotz klarer Organigramme, Strukturen und abgegrenzter Kompetenzen kommt es aber in Organisationen nach Managmententscheidungen oft nicht zum gewunschten Ergebnis. Es muss neben der klaren hierarchischen Ordnung noch "Dunkelfaktoren" geben, die die Wirkungen