ISBN-13: 9783640988204 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Recht, Kriminalitat abw. Verhalten, Note: 1,0, Justus-Liebig-Universitat Giessen (Institut fur Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung), Veranstaltung: Konzepte, Methoden und Ergebnisse der Ungleichheits- und Armutsforschung, Sprache: Deutsch, Abstract: Es gibt viele Grunde fur Kriminalitat, Armut ist nur eine Ursache. Kriminalitat ist nicht ohne weiteres als Indikator fur benachteiligte Lebenssituationen interpretierbar, da es laut statisti-schen Erfassungen auf regionaler Ebene keine Korrelationshaufigkeiten zwischen Kriminalitat und benachteiligten Lebenssituationen gibt. Sonderauswertungen der Jugendgerichtsverfahren zufolge ist jedoch bei Jugendlichen ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Kriminalitat und Armut erkennbar. Generell vermitteln und festigen urbane Raumentwicklungen delinquente Strukturen. Sie pragen die verschiedenen Kriminalitatsformen mit, indem sie als Lernfelder, als Kontrast-Erfahrungsfelder, als Ettikettierungs- und Verfestigungsfelder sowie als Raume mit desintegrierenden und desorientierenden Impulsen" auf Heranwachsende einwirken (Kilb 2002, S. 48). Generell ist die Kriminalitatsbelastung in Arealen mit sozialen Risikofaktoren, die in raumlicher oder verkehrsbezogener Nahe von Stadtarealen liegen, welche uber vielfaltige Konsum- und Freizeitmoglichkeiten verfugen, hoher als in isoliert ge-legenen Brennpunkten (Kilb 2002, S. 47). Empirische Daten deuten auf einen Zusammenhang zwischen benachteiligten Lebenssituationen und Kriminaitat hin. Auslosend und verstarkend wirken allerdings erst ganz bestimmte sozialraumliche Kontrast-, Konflikt- und Gelegenheits-situationen" (Kilb 2002, S. 45). Die unterschiedlichen Ursachen fur Kriminalitat, erfordern differenzierte Praventionsstrategien und -ansatze. Eine aktive Einbeziehung der Betroffenen ist wunschenswert. Dazu sind flexible und innovative Institutionen notig (Kilb 2002, S. 49)."