ISBN-13: 9783668145818 / Niemiecki / Miękka / 2016 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,3, Helmut-Schmidt-Universitat - Universitat der Bundeswehr Hamburg, Veranstaltung: Probleme und Epochen der Bildungsgeschichte: Kloster, Hof und Stadt als Bildungswelten. Das Mittelalter in bildungshistorischer Perspektive., Sprache: Deutsch, Abstract: In der Forschung uber die mittelalterliche Betrachtungsweise des Verhaltnisses von Kindern und Erwachsenen gibt es kontroverse Meinungen, was die Existenz von Erziehung und Bildung von Kindern betrifft. Wissenschaftler wie Philippe Aries stellten die These auf, dass Kinder als -kleine Erwachsene- wahrgenommen wurden, denen keine besondere Bedeutung zukam. Nach Koller sei Kindheit eine Errungenschaft der Neuzeit, die in Europa seit etwa 1500 allmahlich aufkam. Erst im neunzehnten Jahrhundert hatte sie sich in allen Bevolkerungsschichten endgultig durchgesetzt. Roth beschreibt, dass es im Mittelalter kein Bild von Kindern gibt, an welchen erziehungstheoretische Inhalte angewendet worden waren. Epochale Quellen aus dem Mittelalter zeigen durchaus ein mittelalterliches Verstandnis von Kindheit und Erziehung, wie die Regel des Benedikt. Das Kloster nimmt hierbei eine zentrale Rolle der Bildung und Erziehung im Mittelalter ein, da die Gesellschaft sehr religios war und das Kloster somit als zentrale Machtinstitution gesehen wurde. In dieser Hausarbeit geht es um den Zeitraum des Fruhmittelalters bis zum Ende des Hochmittelalters. Diese Betrachtungsweise beschrankt sich dabei auf das 4. Jahrhundert bis zum 12. Jahrhundert. Der Begriff der pueri oblati, also der Opferung des Kindes in die monastische Gemeinschaft des Klosters, ist hier Gegenstand des Verstandnisses eines Bildes uber Kindheit im Mittelalter. Die Kinder wurden standesunabhangig in die klosterliche Gemeinschaft aufgenommen und dies war durchaus ublich. Die Kinder besaen fur die monastische Gemeinschaft eine 'engelsgleiche Reinheit' und hatten