ISBN-13: 9783656493365 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,7, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem Brief an den Vater fuhrte Franz Kafka seinen personlichen Vater-Sohn-Konflikt sowohl als Grundlage seiner kunstlerischen Identitat, als auch seines privaten Scheiterns an. Er schrieb "als Vater warst du zu stark fur mich" und scheint diese Aussage als Rechtfertigung zu sehen, dass aus ihm ein "angstlicher, zogernder, unruhiger Mensch" wurde, der "schon als Kind jedes Selbstvertrauen verloren und gegen ein grenzenloses Schuldbewusstsein eingetauscht hat." Die Auseinandersetzung mit seiner primaren personlichen Problematik scheint sich in Kafkas Werken widerzuspiegeln - nahezu jedes kann auf diesen Aspekt hin interpretiert werden. Der Verwandlung und dem Brief an den Vater liegen die gleichen Grundthemen zu Grunde: Die Auseinandersetzung mit patriarchalischen Familienstrukturen und der Bewaltigungsversuch des unterdruckten Sohnes. Deshalb liegt es nahe, den Brief an den Vater bei der Auseinandersetzung mit der Verwandlung hinzuzuziehen, denn nur so ist man dazu in der Lage, Kafkas Text autobiographisch deuten zu konnen. Folgende Arbeit soll sich zunachst mit Franz Kafkas Beziehung zu seinem Vater Hermann Kafka befassen und seine daraus resultierenden innerlichen, sowie auerliche Folgen. Daraufhin soll Die Verwandlung im Hinblick auf den Vater-Sohn-Konflikt untersucht und Bezuge zu Kafkas realer Problematik hergestellt werden.