ISBN-13: 9783656278085 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 2,0, Universitat zu Koln (Institut fur Deutsche Sprache und Literatur I), Veranstaltung: Hartmann von Aue - Iwein, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Mittelalter liegt im Trend. Dies gilt nicht nur fur die berittenen Kunststoff-Helden aus der Bauklotzindustrie oder Prinzessinnenromantik in Zeichentrickserien, sondern insbesondere fur die Literatur. Neben, den bei Kindern beliebten Sachbuchern uber Rustungen, Schwerter und Burgen sowie den chronischen Bestsellern aus dem Genre des historischen Romans, gehen auch immer mehr Prosawerke mit mittelalterlichem Hintergrund fur ein junges Publikum uber die Ladentheke. Ein erwahnenswertes Werk in diesem Zusammenhang ist "Iwein Lowenritter" von Felicitas Hoppe aus dem Jahr 2008. Das erste Kinderbuch der bekannten und vielfach preisgekronten Autorin basiert auf der Handlung eines der bekanntesten und bedeutendsten Versromane des Spatmittelalters - dem "Iwein" nach Hartmann von Aue. Hoppe bringt ihr ganzes Konnen auf, um den Ubersetzungsschwierigkeiten vom Mittelhochdeutschen ins Neuhochdeutsche zu trotzen und dem schwer zuganglichen Stoff seinen Weg in die Kinderzimmer zu ebnen. Kenner der mittelalterlichen Artusromane bemerken schnell, dass die Autorin einen Spagat zwischen inhaltlicher Nahe zum Original und kindgerechter Modernisierung des Sprachstils wagt. Die folgende Arbeit widmet sich in diesem Zusammenhang der Frage, ob es Felicitas Hoppe gelungen ist, den antiquierten Stoff des Versromans aus dem Mittelalter in die Neuzeit zu transportieren und ihm sowohl aus inhaltlichen als auch sprachlichen Aspekten eine Daseinsberechtigung in der Jugendliteratur des 21. Jahrhunderts zu verleihen. Vereinfacht ausgedruckt lautet die Frage, ob mit "Iwein Lowenritter" ein innovatives Kinderbuch oder eine ideenlose Vereinfachung der Geschichte geschaffen wude.