ISBN-13: 9783484651364 / Angielski / Twarda / 2002 / 481 str.
Ziel dieser Untersuchung ist es, sich ausgehend von Schnitzlers Bemerkungen in seinen nicht-fiktionalen Werken an sein Selbstverstandnis als Jude heranzutasten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Tagebucher und Briefe von Arthur Schnitzer (1862--1931), aber auch seine bis zum Jahr 1889 reichende Autobiographie, Interviews sowie vereinzelte Aphorismen und andere Notizen werden miteinbezogen. Die aus diesen Texten ausgewahlten Passagen aus einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren (1880--1931) prasentieren sich als Kaleidoskop, das sich aus unzahligen, manchmal scheinbar banalen Bemerkungen zusammensetzt und von antisemitischen Spottversen der Nachbarskinder uber Kommentare zum politischen Zionismus bis hin zu Beobachtungen fuhrt, wie sich Schnitzlers Zugehorigkeit zum Judentum auf sein Wahlverhalten oder seine vermeintliche Talentlosigkeit als Dramatiker auswirkt. Schnitzlers jeweils ambivalentes Zugehorigkeitsgefuhl zum Judentum, zu Osterreich und zu Deutschland bzw. der deutschen Kultur zwang ihn zu einem standigen Lavieren zwischen unterschiedlichen Positionen der Selbstbestimmung. Er sah sich veranlat, sein Recht auf Zugehorigkeit einzufordern, das ihm von >den Deutschenden OsterreichernGemeinschaftimagined communities reklamieren zu lassen.