ISBN-13: 9783640743537 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 60 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Hugo von Hofmannsthals "Elektra" ist ein Drama, welches das Theater in radikaler Weise an seine Grenzen fuhrt. Es bedeutete seinen Durchbruch auf der Buhne. Im Zentrum der Tragodie steht die Figur der Elektra, die nach ihrem ersten Auftritt zu Beginn des Stuckes, die Buhne nicht mehr verlasst. Im Folgenden soll in groben Zugen angedeutet werden, inwiefern dieses Drama die fur das Theater beschriebene Rolle spielt und wieviel Anteil auch die Arbeit des Regisseurs Max Reinhardt und der Hauptdarstellerin Gertrud Eysoldt an diesem Werk hatte. Es lasst sich nicht von der Hand weisen, dass gerade die Begegnung mit diesen beiden Hofmannsthal erst zur Ausarbeitung des Stuckes brachte. Die Grundfrage, die sich einem bei der Beurteilung des Dramas aufdrangt lautet: Wie lassen sich Elektras wahnsinniger Tanz und ihr Tod, die im sophokleischen Original nicht vorkommen erklaren? Diese Arbeit verfolgt einen semiologischen Ansatz, beruhend auf dem Grundsatz der Theatersemiotik, dass das Theater der Ort ist, der alles zu Zeichen macht. Es sollen aber auch andere Ansatze zur Sprache kommen. Gerade Interpretationen, die sich vor allem auf den Zusammenhang des Stuckes mit den "Studien uber Hysterie" von Freud und Breuer beziehen haben in der Diskussion uber den Text immer wieder eine groe Rolle gespielt. Auch das neue Verhaltnis zur Antike, das unter anderem bei Bahr und Nietzsche formuliert wird und Nietzsches Beschaftigung mit dem Geschichtsbewusstsein sollen kurz zur Sprache kommen. Eine weitere wichtige Frage ist, welcher Bezug von "Elektra" zur im Chandos-Brief formulierten Sprachkrise Hofmannsthals hergestellt werden kann. In diesem Text wird der Ausweg aus der Verzweiflung an der problematischen Beziehung zwischen Zeichen und Bezeichnetem in einer Sprache der "stummen Dinge" gesucht. Auch im "Gesprach uber Gedichte" setzt sich H