ISBN-13: 9783050045146 / Niemiecki / Twarda / 2008 / 395 str.
"Die vorliegende Studie verdient hohe Anerkennung. Sie ist uberaus innovativ, obwohl sie in methodischer Hinsicht gewisse Zweifel weckt. Die Verfasserin offenbart eine tiefgehende Vertrautheit mit der aktuellen Forschung, was insbesondere das hagiographische Schrifttum und dessen Quellenkritik angeht (auch wenn dabei die neuesten Erkenntnisse der franzosischen Geschichtsschreibung nur ungenugend berucksichtigt werden). Die Verfasserin legt ferner erkenntnistheoretische Reife und Originalitat bei der Suche nach einer neuen Formel fur die Kritik und Interpretation mittelalterlicher Quellen an den Tag. Sie enthullt auf breiter Ebene interessante Einzelaspekte des religiosen Lebens in den Ostseelandern und weist dabei auch auf die Aktivitaten der Geistlichkeit bei der Gestaltung einer einheitlichen Kultlandschaft hin. Naturlich ware die Betrachtungsweise der Verfasserin bei einer naheren Untersuchung der personellen Verbindungen zwischen Preuen und Skandinavien letztlich eine andere gewesen. Nichtsdestotrotz bildet die Arbeit von Cordelia He einen wesentlichen Beitrag zur Erhellung eines gesamteuropaischen Phanomens, das sich erst in der Neuzeit herausgebildet hat, namlich die weitgehende konfessionelle Homogenisierung des Ostseeraums infolge der Reformation. Aber ist es uberhaupt denkbar, dass die Ursachen dieses Phanomens im Spatmittelalter zu suchen sind? Zum Beispiel Ende des 14. bzw. im 15. Jahrhundert, als die Kirche in Skandinavien und Preuen derart enge Bindungen an Rom und die dort residierenden Papsten aufrechterhielt?" "Die gut geschriebene Arbeit stellt durch fundierte Analyse der hagiographischen Schriften der drei Heiligen einen wertvollen Beitrag zur Konstruktion mittelalterlicher Heiligkeitsideale dar und bietet interessante Ansatze zu weiteren Forschungen." Jens E. Olesen in: Baltische Studien. Pommersches Jahrbuch fur Landesgeschichte, Band 96 (2010), S. 149-150 "Erstmals werden hier Verhaltnis, Unterschiede und Zensur dieser beiden Quellengruppen - Kanonisationsakten und hagiographische Texte - systematisch analysiert und auch Ruckschlusse auf das Verstandnis von Geschlechterrollen gezogen. ...] es sei nachdrucklich auf den Anhang verwiesen, der neben den ublichen Verzeichnissen auch das Leben der Heiligen im Uberblick zusammenfasst." Michaela Wirsing in: Zeitschrift fur Geschichtswissenschaft, 59 (2011) 5, S. 469-471 " Es geht] He nicht so sehr um Kanonisationsprozesse, wie sie gemeinhin definiert werden, als vielmehr um die Metamorphose und Selektion, die bestimmte Inhalte der Hagiographie, das heit biographische Akzente und Wunder, auf dem Weg von den ersten Aufzeichnungen in die Akten und in weitere Derivate durchliefen. Diese Stufen in lateinischen wie volkssprachlichen Texten werden eingehend analysiert und vergleichen, Grunde fur Einbeziehung und Ausblendung von Aspekten erortert und in Bezug zu relevanten Personengruppen gestellt sowie die Uberlieferungszusammenhange erlautert. Darin liegt der Wert dieser Studie. ...] Wertvoll ist die Arbeit zudem wegen der Berucksichtigung auch der skandinavischen Literatur." Ofried Krafft in: sehepunkte, Ausgabe 9 (2009), Nr. 9 "La pertinence des resultats de travail de C.H. depasse donc largement le cadre spatio-temporel de son etude et sa lecture pourra s'averer fructueuse pour l'ensemble des chercheurs specialistes d'histoire ecclesiastique et d'hagiographie medievale." Adrien Queret-Podesta in: Revue de l'Institut Francais d'Histoire en Allemagne, Nr. 1 (2009)
"Die vorliegende Studie verdient hohe Anerkennung. Sie ist überaus innovativ [...]. Die Verfasserin offenbart eine tiefgehende Vertrautheit mit der aktuellen Forschung, was insbesondere das hagiographische Schrifttum und dessen Quellenkritik angeht [...] Sie enthüllt auf breiter Ebene interessante Einzelaspekte des religiösen Lebens in den Ostseeländern und weist dabei auch auf die Aktivitäten der Geistlichkeit bei der Gestaltung einer einheitlichen Kultlandschaft hin." Stefan Kwiatkowski in: Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands, 55 (2012) "Die gut geschriebene Arbeit stellt durch fundierte Analyse der hagiographischen Schriften der drei Heiligen einen wertvollen Beitrag zur Konstruktion mittelalterlicher Heiligkeitsideale dar und bietet interessante Ansätze zu weiteren Forschungen." Jens E. Olesen in: Baltische Studien. Pommersches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 96 (2010), S. 149-150 "Erstmals werden hier Verhältnis, Unterschiede und Zensur dieser beiden Quellengruppen - Kanonisationsakten und hagiographische Texte - systematisch analysiert und auch Rückschlüsse auf das Verständnis von Geschlechterrollen gezogen. [...] es sei nachdrücklich auf den Anhang verwiesen, der neben den üblichen Verzeichnissen auch das Leben der Heiligen im Überblick zusammenfasst." Michaela Wirsing in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 59 (2011) 5, S. 469-471 "[Es geht] Heß nicht so sehr um Kanonisationsprozesse, wie sie gemeinhin definiert werden, als vielmehr um die Metamorphose und Selektion, die bestimmte Inhalte der Hagiographie, das heißt biographische Akzente und Wunder, auf dem Weg von den ersten Aufzeichnungen in die Akten und in weitere Derivate durchliefen. Diese Stufen in lateinischen wie volkssprachlichen Texten werden eingehend analysiert und vergleichen, Gründe für Einbeziehung und Ausblendung von Aspekten erörtert und in Bezug zu relevanten Personengruppen gestellt sowie die Überlieferungszusammenhänge erläutert. Darin liegt der Wert dieser Studie. […] Wertvoll ist die Arbeit zudem wegen der Berücksichtigung auch der skandinavischen Literatur." Ofried Krafft in: sehepunkte, Ausgabe 9 (2009), Nr. 9 "La pertinence des résultats de travail de C.H. dépasse donc largement le cadre spatio-temporel de son étude et sa lecture pourra s'avérer fructueuse pour l'ensemble des chercheurs spécialistes d'histoire ecclésiastique et d'hagiographie médiévale." Adrien Quéret-Podesta in: Revue de l'Institut Francais d'Histoire en Allemagne, Nr. 1 (2009)