ISBN-13: 9783656287261 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Franzosisch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Institut fur Romanische Philologie), Veranstaltung: Fachdidaktik, Sprache: Deutsch, Abstract: (...) Die Tendenz zum Mundlichen wird noch deutlicher, wenn man die aktuellen Lehrplane betrachtet: Im neuen G8-Lehrplan fur die 6. Klasse, in der Franzosisch als 2. Fremdsprache erlernt wird, ist bspw. als erstes Lernziel aufgefuhrt, dass die Schuler "die kommunikativen Fertigkeiten und sprachlichen Mittel zur ersten elementaren Sprachverwendung entsprechend der Stufe A1 des Gemeinsamen europaischen Referenzrahmens" erwerben sollen. Eine ahnliche Formulierung ist auch an oberster Stelle bei anderen Klassenstufen zu finden. Man sieht hier bereits sehr deutlich, dass die dem Lateinunterricht ahnliche Vorgehensweise im Unterricht der modernen Fremdsprachen immer mehr in den Hintergrund ruckt und die Pragmatik und der Wortschatz die Grammatik vom "Thron" zu drangen scheinen. Dies mag das Franzosische als Unterrichtsfach, das gemeinhin als "schwer" konnotiert ist, wieder reizvoller erscheinen lassen, es wirft aber zugleich die Frage auf, inwiefern dieser Weg fort von der Grammatik rechtzufertigen ist und wie dieser zu gestalten ist. Schlielich soll die Sprachkompetenz der Schuler nicht abnehmen. Diese Fragen und der Stellenwert der Grammatik im Fremdsprachenunterricht sollen im Folgenden naher erortert und vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungskontextes betrachtet werden. Hierbei soll naturlich auch die Praxis der Grammatikvermittlung nach neuesten Erkenntnissen miteinbezogen und dann in einem Unterrichtsentwurf dargestellt werden.