ISBN-13: 9783656057697 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 2,3, Ernst-Moritz-Arndt-Universitat Greifswald (Institut fur deutsche Philologie), Veranstaltung: Basislekture -Hochmittelalterliche Dichtung, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel meiner Arbeit ist es, das hofische Frauenbild am Beispiel der Enite aus Hartmanns von Aue Erecroman," mit der geistlichen Sicht auf die mittelalterliche Frau zu vergleichen und zu beweisen, dass Enite zwar dem hofischen Frauenbild entspricht, jedoch mit der geistlichen Idee des weiblichen Geschlechtes nur in abgeschwachter Form ubereinstimmt. Die Beschaftigung mit meinem Thema setzte voraus, dass ich mich mit dem geistlichen Frauenbild des 11. und 12. Jahrhundert beschaftigte. Bei dieser Auseinandersetzung wurde mir erst bewusst, wie vielseitig und facettenreich dieses war. War ich noch zuvor der Annahme, dass die Frau im Mittelalter nur als Mittel zum Zweck, also zur Mutterschaft und Ehe, diente, und eigentlich etwas darstellte, vor dem die Geistlichen Angst hatten, musste ich meine Meinung teilweise revidieren. Im 11. und 12. Jahrhundert gab es namlich zwei extreme geistliche Meinungen: die Frau als Sunde und Schande im Gegensatz zu dem Marienkult, der im 12. Jahrhundert mehr und mehr an Popularitat gewann. Im Allgemeinen gesprochen also die Geringschatzung der Frau und die Wertschatzung der Frau. Das im Erecroman" dargestellte hofische Frauenideal hatte eine Mittelstellung zwischen diesen beiden Extremmeinungen inne. Das heisst soviel, als dass sich die beschriebene hofische Idee von der Frau aus beiden Monopolauffassungen in abgeschwachter Form zusammensetzte. In den folgenden Teilen meiner Ausarbeitung mochte ich nun die Sicht auf Enite, also die hofische Sicht auf die Frau, mit der geistlichen Sicht und ihren Facetten vergleichen und folgende Fragen, die mir bei der Bearbeitung auffielen, beantworten: Entspricht Enite dem geistlichen mittela