ISBN-13: 9783640470297 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,3, Technische Universitat Berlin (Fakutat I - Geisteswissenschaften), Veranstaltung: Hartmann von Aue: "Erec," Sprache: Deutsch, Abstract: In der Arbeit soll die Rolle der Enite-Figur im Erec Hartmanns von Aue untersucht werden. Dabei sollen insbesondere die Arbeiten von Eva-Maria Carne (1968) und Robert Braunagel (2000), die sich beide umfassend mit den Frauengestalten bei Hartmann beschaftigt haben, als Erhellung herangezogen werden. Wenn es ratsam erscheint, wird auch ein Vergleich mit der franzosischen Romanvorlage Chretiens de Troyes unternommen werden. Hartmann hat, wie sich zeigen wird, einige wesentliche Anderungen in der Ausgestaltung seiner Enite-Figur vorgenommen. Jede Abweichung, jeder Unterschied zu Chretien ist, wie man annehmen muss, kein blosser Zufall. Ganz bewusst hat Hartmann diese Anderungen vorgenommen und so, seinen eigenen Vorstellungen entsprechend, eine eigene ideale Frauenfigur geformt. Wie Braunagel deutlich gemacht hat, gibt es zwischen den beiden Enite-Figuren einige wesentliche Unterschiede. Oberflachlich betrachtet fallt die Ausgestaltung der Enite bei Hartmann, im Gegensatz zur Enide der franzosischen Vorlage, zunachst zwanglaufig zu Ungunsten Hartmanns" aus. Mehr noch als in der franzosischen Vorlage, konzentriert sich Hartmanns Roman namlich in seinem Kern nur auf Erec und dessen Entwicklung. Er ist die Hauptperson, in der alles zusammenlauft. Ihm ist seine Partnerin Enite, wie es scheint, nur als Epitheton, als elfenhaftes, vollkommenes Wesen beigestellt." Wahrend es Chretien darum ginge, in seinem Roman ein gleichwertiges Liebespaar darzustellen, bei dem keiner der beiden dem anderen untergeordnet sei, stellt Hartmann einseitig nur die Entwicklung des Mannes dar. Die Frau aber - so Braunagel - durchlauft bei Hartmann keinerlei personliche Entwicklung." Schon"