ISBN-13: 9783428196166 / Niemiecki / Miękka / 300 str.
Mithilfe eines Optionsvertrages wird einer Partei das Recht eingeräumt, ein weiteres Vertragsverhältnis - häufig einen Kaufvertrag - ins Werk zu setzen. Der Inhalt dieses Vertrages, insbesondere Leistung und Gegenleistung, wird dafür bereits mit Abschluss des Optionsvertrages verbindlich vereinbart. Kommt es zwischen Einräumung und Ausübung der Option zu einem Wertmissverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, weil der Wert der optierten Kaufsache steigt bzw. fällt oder sich die Kaufkraft verringert, stellt sich die Frage, ob eine nachträgliche Anpassung oder Aufhebung möglich ist. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit rechtsvergleichend, ob gestörte Optionen in Deutschland gemäß 313 BGB und in Österreich nach 934 ABGB oder mittels der österreichischen Geschäftsgrundlagenlehre angepasst oder aufgehoben werden können. Zentraler Gegenstand der Untersuchung ist dabei die Risikoverteilung des Optionsvertrages, die einem korrigierenden Eingriff grundsätzlich entgegensteht.
Die Arbeit untersucht rechtsvergleichend, ob Optionsverträge aufgrund nachträglich eingetretener Wertveränderungen angepasst oder aufgehoben werden können. Sie zeigt, dass ein korrigierender Eingriff sowohl im deutschen Recht mit Blick auf 313 BGB als nach österreichischer Rechtslage in Bezug auf 934 ABGB und die Geschäftsgrundlagenlehre grundsätzlich nicht in Betracht kommt. Grund dafür sind die zugrundeliegende Risikoverteilung und die besonderen Wertungen, die mit der Einräumung einer Option einhergehen.