ISBN-13: 9783640732159 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universitat Wien (Institut fur Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Vaterfigur ist naturlich die morderische ... die verschiedene Kostume tragt, bis sie am Ende alle ablegt und dann als der Morder zu erkennen ist. Ein Realist wurde wahrscheinlich viele Furchtbarkeiten erzahlen, die einer bestimmten Person oder Personen zustoen. Hier wird es zusammengenommen in diese groe Person, die das ausubt, was die Gesellschaft ausubt. Als dritter Mann tritt der Vater auf den Plan. Er ist der Potentat, der Machthaber, der die Spielregeln bestimmt, nach denen die Gesellschaft funktioniert. Die Verbildlichung der Gesellschaft als "groter Mordschauplatz" wird gerade in den Traumsequenzen in vielfaltiger Weise gewahr, in Ubersteigerung dessen, was ist und (nach Bachmann) immer sein wird. Es handelt sich um ein hierarchisch strukturiertes Rollenspiel, das in gesellschaflichen Inszenierungen veranstaltet wird. In immer neuen Variationen des einen Grundmotivs zeigt sich die Vaterfigur als perfide Verkorperung von Richter und Henker in einer Person, der als Stellvertreter das ausagiert, was die Gesellschaft betreibt, die absolute Machtausubung gegenuber dem ihm anvertrauten und sich ihm immer wieder vertrauensvoll anvertrauenden "Ich." Zeitlich und ortlich nicht lokalisierbar, vielleicht an einem See, aber eigentlich an einem "Ort, der heit Uberall und Nirgends," liegt der "Friedhof der ermordeten Tochter"