ISBN-13: 9783656529439 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 52 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg (Germanistisches Seminar), Veranstaltung: Hauptseminar, Novellen des 19. Jahrhunderts, Sprache: Deutsch, Abstract: Theodor Storm gilt als einer der bedeutendsten Autoren des burgerlichen Realismus in Deutschland. Diese Epoche umfasst die Zeit von 1850-1890, die Jahre nach der 1849 endgultig gescheiterten Revolution. Nach dem politischen Scheitern musste das Burgertum versuchen, ein neues Selbstbewusstsein zu erlangen. Dies erfolgte kompensatorisch auf okonomischem Gebiet im Zuge der industriellen Revolution. Das Ziel hie nun Reichtum, nicht mehr Freiheit. Der burgerliche Mensch, egoistisch getrieben von seiner Geldgier, entfremdet sich von sich selbst. Dieser Geldgier und dem Kampf um Ansehen fallen auch die Familien zum Opfer, da dem Streben nach materieller Sicherheit auch die Liebe untergeordnet wird. Umkehr scheint nur dann moglich, wenn der Mensch sich auf den eigentlichen Sinn des Lebens zuruckbesinnt, welchen nur Liebe und Verstandnis erschlieen konnen. In seinen zahlreichen Novellen behandelt Storm die Stellung der Familie in der Gesellschaft der Zeit als zentrales Thema. In dieser Arbeit sollen nun besonders die Frauen hauptsachlich als Muttergestalten und ihre Bedeutung in den Novellen Storms untersucht werden. In einer patriarchalisch ausgerichteten Gesellschaft scheint die Gestalt der Mutter zunachst unwichtig. Dass dem nicht so ist, soll diese Arbeit zeigen.