ISBN-13: 9783640677214 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,7, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universitat Bonn (Institut fur Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft), Veranstaltung: Minne und Freundschaft in den Erzahlwelten Konrads von Wurzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Autor Konrad von Wurzburg, dessen Darstellungen des Rittertums in dieser Arbeit interpretiert werden sollen, gilt als klassischer Autor der deutschen Literaturgeschichte von der zweiten Halfte des 13. Jahrhunderts bis in das 15. Jahrhundert hinein. Denn kein anderer Autor dieser Zeit hat ein quantitativ derart umfangreiches und gattungsmassig so breites und differenziertes OEvre hinterlassen. Zu seinen zahlreichen Dichtungen zahlen Leichs, Sangspruche und Lieder. Zudem war von Wurzburg ein gefragter Berufsdichter zahlreicher Lied-, Lob- und Erzahldichtungen, erkennbar daran, dass seine Auftraggeber oftmals entweder im Epilog oder im Prolog genannt waren. Zu seinen Auftraggebern zahlten unter anderem Grafen und Dompropste. Trotz der damit gezwungenermassen gesteuerten Auswahl der Gattung und der Themenstellungen war auch der Erfolg seiner Verserzahlungen sehr gross. So sind noch heute bis zu elf Handschriften erhalten geblieben, denen Konrad von Wurzburg nachweislich als Autor zugeordnet werden kann. Fur die Interpretation von literarischen Darstellungen des mittelalterlichen Rittertums, wie sie in dieser Arbeit vorgenommen werden sollen, ist von Wurzburg jedoch nicht nur wegen seiner Popularitat geeignet. Vielmehr ist es seine elegische Sehnsucht nach der vergangenen, ritterlich-hofisch bestimmten Welt, die in seinen zum Teil thematisch hochst individuell gepragten Verserzahlungen deutlich hervortritt. Und obwohl ihm bewusst war, dass seine personliche Idealwelt der Staufischen Klassik politisch, gesellschaftlich und kunstlerisch nicht mehr realisierbar war, versuchte er auch seinen burgerlichen Lesern hovescheit als verp