ISBN-13: 9783640700462 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 40 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,0, Universitat Potsdam (Historisches Institut), Veranstaltung: Literaturpolitik im NS-Staat, Sprache: Deutsch, Abstract: Ich werde mich in der vorliegenden Hausarbeit der Rezeptionsgeschichte und dem Skandal um Arthur Schnitzlers Drama Reigen widmen. Das 1896/97 entstandene Werk loste besonders in den Kultur- und Literaturzentren der Jahrhundertwende - Wien und Berlin - heftige politisch und religios motivierte Debatten aus, welche teilweise in handgreiflichen Auseinandersetzungen gipfelten. Um die Brisanz des Reigens darlegen zu konnen, ist es unabdingbar, die politischen, gesellschaftlichen und moralischen Hintergrunde zur Zeit des Erscheinens zu analysieren, da ein Skandal wie jener um den Reigen monokausal nicht zu erklaren ist. Ich beginne meine Arbeit daher mit der Betrachtung der Situation im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts und werde hierbei insbesondere auf den aufkeimenden politischen Antisemitismus, der den bis dato vorhandenen religiosen Antijudaismus abloste, eingehen. Weiterhin werde ich den Umgang mit der Sexualitat im zeitgenossischen Kontext betrachten und die Bedeutung der Psychoanalyse - eine grundlegende Errungenschaft fur den Weg in die Moderne - darlegen. Daran anschliessend mochte ich fur den Gesamtuberblick die unterschiedlichen Stromungen der Literatur in der Wiener Moderne wie Decadence, Fin de Siecle und Asthetizismus kurz erlautern. Nachfolgend werde ich mich dem Autor selbst widmen, eine ausfuhrliche Biographie jedoch aussparen. Hernach soll die Entstehungs- und Publikationsgeschichte des Reigens kurz skizziert, sowie Aufbau und Inhalt - mit besonderem Augenmerk auf die skandalosen Elemente Stuckes - dargelegt werden. Vor meiner Abschlussbetrachtung werde ich noch genauer auf die schwierige Rezeptions- und Auffuhrungsgeschichte des Reigens eingehen, die von verbalen und handgreiflichen Ausschreitungen und Gerichtsverhandlungen gepragt wa"