ISBN-13: 9783640867868 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1,3, Universitat Potsdam (Institut fur Germanistik), Veranstaltung: HS Namenkunde: historische und aktuelle Perspektiven, Sprache: Deutsch, Abstract: Historische Personlichkeiten, die uber einen mehr oder weniger wohlklingenden Beinamen wie etwa "Lowenherz," "Barbarossa," aber auch "der Bucklige" oder "die Wahnsinnige" verfugen, genieen gegenuber ihren herrschaftlichen Zeitgenossen, die hinter ihrem Namen nur eine romische Zahl stehen haben, unter Schulern wie Erwachsenen in der Regel einen deutlichen Popularitatsvorsprung. Das liegt daran, dass man sie sich viel leichter bildlich vorstellen kann. Kaiser Friedrich Barbarossa wird durch seinen Beinamen in der Phantasie der Schuler zu einem Herrscher mit leuchtend rotem Rauschebart. Markgraf Albrecht der Bar zu einem huhnenhaften Krieger. Zu einem Heinrich II. oder Otto IV. hat man nicht sofort ein Bild im Kopf, also geraten sie viel leichter in Vergessenheit. Nun stellt sich die Frage, was diese Personlichkeiten getan haben, um in den Besitz eines Beinamens zu kommen. Wer verfugte, dass uns der Sachsenherzog Heinrich heute als "der Lowe," der russische Zar Ivan IV. aber als "der Schreckliche" begegnet? Waren Ludwig der Fromme wirklich christlicher und August der Starke kraftiger als ihre Zeitgenossen? In dieser Arbeit soll geklart werden, wie und wann historische Personlichkeiten zu ihren Beinamen kamen und nach welcher Systematik diese vergeben wurden. Allerdings kann dies leider nur als Uberblick bzw. exemplarisch geschehen, da eine detaillierte Untersuchung dieser Fragestellung den Umfang dieser Arbeit bei Weitem sprengen wurde. Zunachst wird allgemein erortert, welche Rolle Beinamen im alten Rom hatten und wie sich das System der Beinamen in Mitteleuropa etablierte, ausbreitete und wieder verschwand. Danach wird darauf eingegangen, wie historische Personlichkeiten zu ihren Beinamen kamen und welche Arten von Beinamen existierten. Die