ISBN-13: 9783631567913 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 194 str.
In einer Vielzahl von Sprachen lasst sich eine sehr begrenzte, aber auffallige Gruppe von Verben finden, deren besonderes Merkmal darin besteht, regelhaft ein und derselben Nominalphrase sowohl die Funktion des Objekts als auch die des Subjekts zuzuweisen, ohne selber ihre Gestalt zu verandern. Die Ermittlung dieser Verben im Spanischen erfolgt durch die Anwendung der Formel Laganes in syntaktischer und die Einbeziehung der Kontiguitat in verbsemantischer Hinsicht. Hierbei beschrankt sich die synchrone Untersuchung auf die Verben lateinischen Ursprungs. In der folgenden diachronen Untersuchung wird bei jedem der ermittelten Verben der Entstehungszeitpunkt seines ambivalenten Verhaltens ausgehend vom klassischen Latein ausfindig gemacht. Die Untersuchung fuhrt zu dem Ergebnis, dass von den 96 Verben insgesamt ca. 30% in der lateinischen Sprachepoche und der grote Teil erst im Altspanischen (56%) zu finden ist. Das Ergebnis fuhrt zu dem Schluss, dass die diathetische Ambivalenz das Produkt der vulgaren Sprachebene ist und im Zeitraum des Romance ihren Hohepunkt hatte.