ISBN-13: 9783638932424 / Niemiecki / Miękka / 2008 / 32 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,5, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg (Germisitisches Seminar ), Veranstaltung: Erec Hartmann von Aue, 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Zu jeder Zeit sind Regierende Gegenstand der allgemeinen Betrachtung. Als offentliche Menschen mussen sie sich nicht nur personlich, sondern muss sich auch deren Personbilder den Interessen sowohl ihrer Zeitgenossen, als auch denen der Nachwelt aussetzen. Herrscher sind nicht nur ein Abbild einer Zeit oder Epoche, sondern fassen diese weiterhin in einem Leitbild und Ideal zusammen . Diesem Leitbild kommt die Literatur entgegen: in der literarischen Fiktion wird das Abbild mittels Projektion auf Grundlage politisch-ideologischer Aktualisierungen immer wieder aufs Neue bearbeitet. Hierbei eroffnen sich Moglichkeiten den Helden in einer didaktisch orientierten Fiktion, aktuelle gesellschaftliche Ideen und Programme durchspielen zu lassen. Keine Herrscherfigur hat sich im Mittelalter so sehr in seiner Eignung zum fiktiv Herrschenden bewahrt, wie die des Konig Artus. Die Dichtungen des 6./7. Jahrhunderts aus Grobritannien inspirierten, besonders seit der Historia Regum Britanniae (Geschichte der Konige Britanniens) des Geoffrey of Monmouths (um 1135), zahlreiche franzosische Dichter . Daraufhin belebte die franzosisch-englische Artusepik vom 12. bis zum 14. Jahrhunderts die volkssprachlichen Literaten in fast ganz Europa . Erec gilt als erster Artusroman in deutscher Sprache (1185) und ist eine freie Ubertragung des altfranzosischen Romans Erec et Enide von Chretien de Troyes. Dieses Werk beschreibt den Individuationsweges des Helden Erec, ein Zogling des Artushofes. Gesellschaftlicher Aufstieg und darauf folgender Fall lassen ihn zu dessen Bewahrung auf aventiuren reiten, die ihn schlielich zusammen mit seiner Frau Enite, am Ende des Romans, zu einem idealen Herrscherpaar haben reifen lassen.