ISBN-13: 9783640995349 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 36 str.
ISBN-13: 9783640995349 / Niemiecki / Miękka / 2011 / 36 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 3,0, Universitat Erfurt, Sprache: Deutsch, Abstract: Zwei Dinge sind uns Menschen ganz gewiss: Wir werden geboren, um zu leben und werden eines Tages aus diesem Leben durch den Tod wieder herausschreiten. Uber das Leben haben wir Menschen im Laufe der Jahrtausende viel gelernt. Wir haben Regeln und Gesetze aufgestellt, haben einen Sinn im Leben gefunden und zahlreiche Ratschlage und Anleitungen entwickelt, wodurch das Leben schoner und womoglich auch langer werden kann. Uber das sogenannte Leben nach dem Tod' wissen wir jedoch auch nach unserer langen Zeit des Menschendaseins nur kaum etwas. Das Sterben ist ein Vorgang, der sich erklaren lasst, aber das Jenseits bleibt ein Ratsel bis in alle Ewigkeit. Uber den Tod wird viel philosophiert, denn je nach Glaubensrichtung bedeutet er etwas anderes. Fur manche ist der Tod ...]kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenereignis, ein Ubergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere," fur andere ist er schlichtweg ...]der Verlust der Wahrnehmung ...]." Ganz gleich, ob die Menschen an das Jenseits, die Wiedergeburt oder das Ende glauben, der Tod bedeutet immer das (kurzzeitige oder dauerhafte) Verschwinden aus der Welt der Lebenden und somit das Erloschen jeglicher Wahrnehmung. Die Sinnesorgane beenden ihren Dienst mit dem Stillstand des Herzens und konnen nicht mehr sehen, horen, riechen oder fuhlen. Mit dem Tod einer Person endet die Moglichkeit zu sehen, aber ebenso auch die Chance gesehen zu werden. Die US-amerikanische Schriftstellerin Alice Sebold beschreibt in ihrem Roman In meinem Himmel' jedoch eine ganz andere Sichtweise auf den Tod. Fur sie ist der Tod nicht das Ende der Wahrnehmung, sondern vielmehr die Intensivierung des Sehens und Horens aus Sicht der Verstorbenen. Hierzu lasst ein Pavillon eine Brucke zwischen der Erde und dem Himmel der verstorbenen Protagonistin entstehen, welches als Fenster"