ISBN-13: 9783638672764 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 60 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,4, Philipps-Universitat Marburg, Veranstaltung: HS Thomas Mann, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Thomas Mann verfolgte schon seit langerem den Plan eine Kunstler-Novelle zu verfassen: " ...] meine Gedanken gehen ...] manchmal uber den nur noch aufzuarbeitenden Joseph hinaus zu einer Kunstler-Novelle, dievielleicht mein gewagtestes und unheimlichstes Werk werden wird." Dieser Plan wird 1905, im so genannten 3-Zeilen Plan aufgegriffen: "Der syphilitische Kunstler nahert sich von Sehnsucht getrieben einem reinen, suen jungen Madchen, betreibt die Verlobung mit der Ahnungslosen und erschiet sich dicht vor der Hochzeit." Nachdem Thomas Mann das Volksbuch, auf welches spater noch ausfuhrlich eingegangen wird, mit "dem Bleistift studiert hat," modifiziert er sein Vorhaben und erweitert es um den Faust-Mythos: " ...] Figur des syphilitischen Kunstlers: als Dr. Faust und dem Teufel Verschriebener. Das Gift wirkt als Rausch, Stimulans, Inspiration; er darf in entzuckender Begeisterung geniale, wunderbare Werke schaffen, der Teufel fuhrt ihm die Hand. Schlielich aber holt ihn der Teufel: Paralyse. Die Sache mit dem reinen jungen Madchen, mit der er es bis zur Hochzeit treibt, geht vorher." Der paralytische Zusammenbruch rekurriert auf das Geholtwerden auf das Versinken in den Wahnsinn und spiegelt die ewige Verdammnis des alten Faust wieder. Die folgende Arbeit soll Aufschluss uber die von Thomas Mann verwendeten literarischen Vorlagen und Quellen bezuglich des Faust-Mythos geben. Einleitend wird das Volksbuch von 1587, die Historia von D. Johann Fausten, vorgestellt. Es folgen einige Eckdaten des Werks, die eine Vorstellung des Protagonisten und dessen Verschreibung mit dem Teufel einschlieen. In einem weiteren Schritt werden Parallelen und Differenzen der Historia und des Doktor Faustus aufgezeigt.