ISBN-13: 9783638654340 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 56 str.
ISBN-13: 9783638654340 / Niemiecki / Miękka / 2007 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg, Veranstaltung: Friedrich Schiller, 33 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 2005 ist ein Jahr der Jubilaen: es ist das Einstein, das Schiller- Jahr und der 60. Jahrestag des Kriegsendes. Der 140. Todestag des klassischen Dichters fiel auf den endgultigen Waffenstillstand des zweiten Weltkrieges. "Die aus den Trummern krochen, trieb zunachst anderes um als die Frage nach dem Vermachtnis des deutschen Klassikers, der wie kein Dichter sonst popular war in einem klassenubergreifenden Sinn."1 Im ersten Nachkriegsjahrzehnt feierte man sowohl im Osten als auch im Westen Deutschlands erneut den Nationaldichter - es war eine "Schonzeit."2 Im Laufe der Jahre verlangte die Nachkriegsgeneration Rechenschaften und Schillers idealistisches Pathos erschien immer fadenscheiniger und befremdlicher, so dass auf den Buhnen und im Deutschunterricht langsam seine Dekonstruktion begann. Die einst noch so beliebten Schillerzitate verschwanden nach und nach aus der offentlichen Rede.3 Heute wird Schiller wieder als groer deutscher Literat gefeiert. Die Uberschriften und Specials uber den Klassiker uberschlagen sich fast vor Bewunderung: "Freiheit, Frauen, Freundschaft: Friedrich Schiller steht der Gegenwart naher, als viele glauben - der oft missbrauchte Klassiker wird neu entdeckt. Die Leidenschaft, mit der er die 'schimpfliche Kette' der Despotie zerriss, wirkt so frisch wie vor 200 Jahren."4 Die umjubelte Geburt eines deutschen Rebellen wirft allerdings gerade im Hinblick auf den 60. Jahrestag des Kriegsendes die Frage auf, ob der Kunstler als Fuhrer dargestellt werden kann. Denn 1940 wurden unter Hitler allgemein akzeptierte Leitfiguren der deutschen Geistes- und Kulturgeschichte als Projektionsfiguren eines Fuhrerkults missbraucht - darunter auch Friedrich Schiller. Er wurde als Genie und Rebell zum Vorzeige-Literaten des Dritt