ISBN-13: 9783656182405 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 56 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 2,7, Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule Aachen (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Proseminar II: Die Lieddichtung Heinrichs von Morungen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die weltliche Lyrik des Mittelalters befasste sich um die zweite Halfte des 12. und im 13. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum hauptsachlich mit dem neuen Thema der "Minne." "Minne" steht hier fur Liebe, auch fur die geschlechtliche Liebe. Der sogenannte "Hohe Minnesang," dessen Epoche wahrend der oben angegebenen Zeit erbluhte, beschaftigt sich vordergrundig mit der Liebe eines Mannes zu einer Frau, aber auch mit gesellschaftlichen Fragen. Er gibt Auskunft daruber, wie sich Mann und Frau zueinander verhalten sollen und geht der Frage nach dem Verhaltnis des Liebenden zur Gesellschaft nach. Wohlgemerkt geht es hier nur um das Leben der Menschen bei Hofe, Minnesang ist hofische Dichtung. 1 Der Inhalt der Lieder der "Hohen Minne" ist also relativ beschrankt und die meisten dieser mittelalterlichen Dichtungen beruhen auf demselben Schema. Heinrich von Morungen spielt in vielfacher Weise mit dieser Konventionalitat. Er ragt hervor, ohne die Ebene des Minnesangs zu verlassen. Inwiefern, soll in dieser Hausarbeit an einigen Beispielen erlautert werden. Dazu werde ich mit Hilfe eines Beispiels erst einmal auf die Rolle der Dame und der des Sanger-Ichs im konventionellen "Hohen Minnesang" eingehen. Anschlieend werde ich vier ausgewahlte Beispiele aus Morungens Werk im Hinblick auf ihre Abweichungen von den konventionellen Rollenmustern untersuchen.