ISBN-13: 9783656209331 / Niemiecki / Miękka / 2012 / 160 str.
Magisterarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: sehr gut, Freie Universitat Berlin (Fachbereich Germanistik), 128 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Fuball ist ein wenig beachtetes Thema in der Germanistik, das sich jedoch, ahnlich wie andere Modernisierungsphanomene des zwanzigsten Jahrhunderts, in allen Bereichen der Literatur wiederfindet. Neben dem Film und der Popmusik hat sich der Sport zu einer typischen Massenerscheinung entwickelt. Dies gilt bis heute: Jede Saison ziehen bis zu 10 Millionen Zuschauer in die Fuballstadien, uber acht Millionen Fernsehzuschauer hat die Bundesliga jeden Samstag in der Spielzeit. Wahrend der Weltmeisterschaften werden sogar ansonsten uninteressierte Menschen zu Fuballfans. Mit dieser Arbeit wird versucht, zwei scheinbar unvereinbare Dinge zusammenzubringen: Fuball und Literatur. Die Idee dazu kam mir durch die Lekture des Romans "Ballfieber (Fever Pitch)"1 des englischen Autors Nick Hornby, der im Fruhjahr 1996 in kurzester Zeit zu einem Kultbuch unter Fuball- und Literaturbegeisterten wurde. Hier war die Verbindung von Fuball und Literatur bestens gegluckt. "The best football book ever was written"2 begeisterte auch die Kritiker des Feuilletons, und die tageszeitung (taz) schwarmte: "Fever Pitch gehort mindestens zu den besten Buchern der neunziger Jahre." Wie kommt es, da in der deutschen Literatur ein derartiges Massenphanomen wie Fuball nur als Marginalie vorkommt? Um diese Frage zu beantworten, war es auch notig, die Ursprunge des Fuballs in Deutschland anhand von literarischen Texten zu betrachten. Das machte eine umfangreiche Recherche notig. Auer in satirischen oder ironischen Texten, in Kolportagegeschichten, in der Kategorie "Heiteres" und im Jugendbuch waren mir Fuballtexte bis dahin kaum bekannt. Bei der weiteren Suche stellte sich heraus, da aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg keine Texte zu finden waren. Dies hing offensichtlic