ISBN-13: 9783640452927 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 30 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Friedrich-Schiller-Universitat Jena, Veranstaltung: Obszone Dichtung, Sprache: Deutsch, Abstract: 1Einleitung (...)Am Beispiel der vermutlich um 1200 entstandenen Erzahlung "Der verklagte Zwetzler" sollen diese kontrastaren Positionen untersucht, auf ihre Tauglichkeit gepruft und gegebenenfalls widerlegt werden. Ebenso ist es das Ziel dieser Arbeit zu untersuchen, welcher literarischen Gattung der oben genannte Text zugeordnet werden kann bzw. soll sich kritisch mit Hanns Fischers These, dass es sich dabei um eine "Priapeia" handelt, auseinandergesetzt werden. Zu Beginn erfolgt hierzu eine Einfuhrung in die Uberlieferungsgeschichte des literarischen Werkes sowie die Schilderung des historischen Hintergrunds mit dem Fokus auf die Erotik und Sexualitat im Mittelalter. Anschlieend wird kurz der Inhalt des "verklagten Zwetzlers" zusammengefasst, bevor im Hauptteil die Interpretationsarbeit geleistet werden kann. Diese beginnt zunachst mit dem Aufzeigen der komischen Elemente des Textes. Das Hauptaugenmerk der Interpretation liegt allerdings auf der Untersuchung der Obszonitat des literarischen Werkes. Bevor das Spiel mit dem Obszonen erkundet werden kann, ist allerdings eine Bestimmung des Obszonitatsbegriffes notwendig, die in Kapitel 5.2 gefunden werden soll. Auch der Frage nach der obszonen weiblichen Stimme im "verklagten Zwetzer" soll nachgegangen werden. Die Suche nach der zugehorigen Gattung des Textes, soll im darauffolgenden Kapitel thematisiert werden. Dabei steht die These Hanns Fischers, dass es sich beim "verklagten Zwetzler" um eine Mare handelt, im Mittelpunkt.Jene Auffassung soll anschlieend diskutiert werden, wobei einerseits die Kritikpunkte an Fischers Konzept aufgezeigt werden sollen, andererseits eine eigenstandige Einordnung der Erzahlung in die Marendiskussion vorgenommen werden. (...)