ISBN-13: 9783640557752 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 24 str.
ISBN-13: 9783640557752 / Niemiecki / Miękka / 2010 / 24 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,7, Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule Aachen (Institut fur Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft ), Veranstaltung: Marendichtung, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Im Rahmen dieser Hausarbeit mochte ich anhand der Stricker-Mare Der Richter und der Teufel' das Motiv des Teufels in der mittelalterlichen Literatur darstellen. Der Schwerpunkt soll daher auf der Konzeption des Teufels liegen, doch vor dem Hintergrund der Mare Der Richter und der Teufel' ist es unabdingbar auch auf die ungewohnliche Gestaltung der Richterfigur einzugehen. Um erklaren zu konnen, weshalb der Stricker den beiden genannten Figuren ihre spezifischen Zuge verliehen hat, werde mithilfe der Werke Das deutsche Gerichtsverfahren im Mittelalter' von Julius Wilhelm von Planck und Hofische Kultur' von Joachim Bumke; insbesondere das Kapitel Recht'; die Verknupfung von Rechtsprechung und Theologie im Mittelalter darstellen und erlautern welche Anforderungen an den mittelalterlichen Richter gestellt wurden und diese schliesslich mit dem tatsachlichen Verhalten des Richters in der Mare vergleichen. Da die Literatur einer bestimmten Zeit diese immer in einem gewissen Masse widerspiegelt, sei es bezogen auf das Motiv oder die Struktur des Textes, ist es fur das Verstandnis des Textes und dessen Interpretation unerlasslich die Umstande zu kennen, die den Autor, in diesem Fall also den Stricker, bei seinem Werk beeinflusst haben. Daher werde ich einen kurzen Uberblick uber die fur die Interpretation bedeutsamen Ereignisse wahrend des 13. Jahrhunderts, also der Schaffensperiode des Strickers, geben. In diesem Kontext drangt sich auch die Frage auf, warum die Vorstellung der Holle und des Teufels gerade im Mittelalter ihren Hohepunkt erreicht. Um diese Frage klaren zu konnen, werde ich auf die historischen Grunde fur die Entstehung von Hollenvisionen und den Glauben an"