ISBN-13: 9783640483952 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 20 str.
ISBN-13: 9783640483952 / Niemiecki / Miękka / 2009 / 20 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,3, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universitat Bonn (Germanistik), Veranstaltung: Sturm und Drang, Sprache: Deutsch, Abstract: In keiner literarischen Epoche wird der Kunstler derart vergottert wie im Sturm und Drang. Der literarische Geniekult erfahrt hier seinen Hohepunkt: Der Kunstler wird zum gottgleichen Schopfergenius erhoben. Goethes Kunstlerdramolette -Des Kunstlers Erdewallen- und -Kunstlers Apotheose- zeichnen jedoch ein anderes Tableau der Situation des Kunstlers zu dieser Zeit. In vorliegender Arbeit soll vor dem Hintergrund der theoretischen Konzeption des Kunstlers in der Geniezeit untersucht werden, welche Auswirkungen die Vergotterung des Kunstlers auf das Leben desselben hatte und welche Konfliktpotenziale daraus entstanden. In diesem Sinne erfolgt zunachst eine Darstellung der Geniekonzeption im Sturm und Drang. Anhand des Kurzdramas -Des Kunstlers Erdewallen- soll im Anschluss daran die irdische Realitat des Kunstlers untersucht werden. Auch wenn es sich hier zunachst um eine 'literarische Realitat' handelt, gelten Kunstlerdramen durch ihr subjektives Moment als besonders geeignet, ein bestimmtes Zeitalter und den Standpunkt des Kunstlers der Welt gegenuber abzubilden. Dem Aufbau als Stationendrama folgend schliet die Arbeit mit der Analyse von -Kunstlers Apotheose-, dem 1788 erschienenen Pendant zu -Des Kunstlers Erdewallen-, in dem der Kunstler aus der Jenseitsperspektive erscheint. Ziel der Arbeit ist es, textnah der Frage nachzugehen, inwiefern die Sakralisierung der Kunst sich auf das Leben des Kunstlers ausgewirkt hat und ob die Erhebung des Kunstlers zum Genie nicht vielmehr zu einem Konflikt zwischen Kunst und Leben gefuhrt hat, dessen Tragik das soziale Umfeld des Kunstlers nicht zu erkennen vermochte.