ISBN-13: 9783656474739 / Niemiecki / Miękka / 2013 / 28 str.
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der Niederlage bei Nikopolis im Jahre 1369 und spatestens durch die Eroberung Konstantinopels 1453, die das Ende des byzantinischen Reiches bedeutete, wurde der christlichen Gemeinschaft mit aller Deutlichkeit vor Augen gefuhrt, dass die Osmanen zu einer ernsthaften Bedrohung geworden waren und fur lange Zeit bleiben sollten. Die Menschen fuhlten ihren Besitz bedroht und hatten Angst um ihr Leben. In dieser Zeit und verstarkt nach der erfolglosen Belagerung Wiens durch Sultan Suleyman I., gab es mehr und mehr Dichter, die der Turkenthematik Raum in ihren Werken einraumten. Balthasar Mandelrei, Peter von Renz oder auch Michel Beheim riefen in ihren Dichtungen zum Kampf gegen die Osmanen auf. Sie forderten die christliche Bevolkerung auf, innere Streitigkeiten und Kriege zu beenden, um mit der vereinten Macht der Christenheit den osmanischen Feind besiegen zu konnen. In der Realitat herrschten allerdings viele innerchristliche Streitigkeiten und auch Probleme zwischen den Obrigkeiten der Kirche und des Adels machten ein geeintes Auftreten gegen den Feind unmoglich. In den Texten der Zeit finden sich genaue Schilderungen uber die, von den Osmanen begangenen, Grausamkeiten der Bevolkerung gegenuber und es wurden bestimmte Stereotypen aufgerufen. Auch Dramatiker wie Hans Sachs und Jakob Ayrer verarbeiteten die Turkenmotivik und schlielich entstanden auch einige Fastnachtspiele zum Thema. Hier soll es nun um das Stuck Des Turken Vasnachtspil vom Nurnberger Dichter Hans Rosenplut gehen, bei dem das Bild der Turken auf den ersten Blick viel positiver erscheint als es zeittypisch der Fall war.